Guten Morgen Bodensee!

Kolumne – Aus der Flachwasserzone

Heute jammern wir nicht übers Wetter, obwohl der Deutsche Wetterdienst nur 22°C Gewitter, morgens 15°C und leichten Regen angekündigt hat. Wenden wir uns lieber außergewöhnlichen Nachrichten zu und erinnern außerdem noch einmal kurz an das Hagelunwetter vom 26. Mai 2009.

Es war gegen Viertel vor vier am Nachmittag des 26. Mai, als eine sehr schwarze Wand heraufzog und sich der Himmel bedrohlich verfinsterte. Ein Hagelsturm fegte über den Bodensee. Auf Erdbeer- und Gemüsefeldern entstand Totalschaden. Die Hagelkörner zerstörten nicht nur unreife Trauben, sondern ganze Rebstöcke und auf der Dachterrasse sah es so aus, als ob Geranien, Hortensie und Grünpflanzen durch einen Gartenhäcksler gelassen worden wären und das Gehäckselte hinterher auf der Terrasse verteilt worden wäre.  Hier noch einmal zwei Videos, die am 26. Mai 2009 entstanden sind.



Es sind aber nicht nur Hagelkörner, die vom Himmel fallen können, sondern manchmal sogar Menschen, was sich zugegeben makaber anhört und traurig ist. 20minuten online und NZZ online berichteten gestern, dass in der Zürcher Gemeinde Weisslingen in einem Waldtobel ein unbekannter Toter gefunden worden sei. Der Leichenfund gab der Staatsanwaltschaft offenbar Rätsel auf. Der Tote – so hieß es – könnte aus einem Flugzeug gefallen sein. Bei dem unbekannten Toten könnte es sich um einen blinden Passagier handeln.

http://www.nzz.ch/nachrichten/zuerich/blinder_passagier_weisslingen_1.5795103.html

http://www.20min.ch/news/zuerich/story/In-diesem-T-Shirt-fiel-ein-Mann-vom-Himmel-19927647

Aufmerksam machen wollen wir heute morgen außerdem noch auf eine Bewegung, der sich Blumenfeunde anschließen könnten, die keinen eigenen Garten und noch nicht einmal einen Pflanzkübel auf dem Balkon haben. Wir sprechen vom „guerrillagardening“, das 2004 in London seinen Anfang nahm. Die „Guerrillagärtner“ verstreuen Blumensamen an Straßenrändern, auf Verkehrsinseln oder ungepflegten Brachen mitten in der Stadt. Militanter ausgedrückt – und so sagen sie es selbst: Sie werfen „Seed Bombs“. Die letzte größere Aktion fand am 1. Mai in vielen Ländern der Welt wie den USA, Schottland, den Niederlanden, Kanada, Uruguay, Polen oder Deutschland statt. Etwa 6000 Aktivisten steckten am „Sunflower guerrilla gardening day“ Sonnenblumenkerne in den Boden in ihren Städten. Wer sich für „guerrillagardening“ interessiert, findet die Guerrillagärtner auf Twitter, in Facebook und in ihrem eigenen Blog unter http://www.guerrillagardening.org/.

Kommen Sie gut durch den Mittwoch!

Waltraud Kässer

Ein Kommentar to “Guten Morgen Bodensee!”

  1. Ute
    26. Mai 2010 at 10:52 #

    Zum Hagel hatte ich eine ganze Serie von Artikeln mit Bildern, die den genauen Verlauf zeigten, wie schnell dieser strahlend schöne Tag damals umschlug:
    http://www.utele.eu/blog/einfach-so/gruene_ecke/rueckblick-auf-den-hagel-am-26-mai-2009

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