Guten Morgen Bodensee!

Von Waltraud Kässer

Wir starten heute mit einem Ausflug auf die Insel La Réunion in den November. Außerdem sprechen wir über Reaktionen auf einen Beitrag zum Thema Verkehrskonzept für Überlingen und über den ersten Advent. Am ersten Advent sollen wir über das Bahnprojekt Stuttgart 21 abstimmen.

Mit Aussagen, die sie im Gespräch mit See-Online gemacht hat, hat die Überlinger Oberbürgermeisterin Sabine Becker offenbar ihre Bürger überrascht. Zu diesem Schluss sind wir gekommen, als wir die Kommentare zu dem Beitrag gelesen haben. Ihr Statement, dass sie ein neues Verkehrskonzept am liebsten noch in diesem Jahr beschlossen haben möchte und auch die Einbahnregelungen in Überlingen zur Disposition stellt, kam anscheinend unerwartet.

Wir wissen nun nicht, woher es kommt, dass so viele Überlinger ihrer Oberbürgermeisterin so klare Aussagen und vor allem auch eine vernünftige Stadtpolitik anscheinend kaum zutrauten. Vielleicht gibt es, wie wir mutmaßen, ein Kommunikationsproblem. Anders als in anderen Städten, wo sich Menschen längst auf lokalen Blogs informieren, hat in Überlingen anscheinend die Tageszeitung noch immer eine Torwächterfunktion und nimmt entscheidenden Einfluss auf die öffentliche Meinung. Ist die Tageszeitung einer Oberbürgermeisterin nicht so sehr zugeneigt, hat sie kaum Chancen, über andere Medien mit ihren Bürgern in einen Dialog zu treten.

Am ersten Adventssonntag wird in Baden-Württemberg nicht nur die erste Kerze des Adventskranzes angezündet, sondern die Menschen dürfen auch ein Kreuz in einem der vielen Stimmlokale machen: Am Sonntag den 27. November 2011 haben in Baden-Württemberg alle stimmberechtigten Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit darüber zu entscheiden, ob die Landesregierung verpflichtet werden soll, die Finanzierungsvereinbarung zu Stuttgart 21 zu kündigen. Das würde bedeuten, dass das Land aus Stuttgart 21 aussteigt.

Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann sieht eine echte Chance, den Konflikt um Stuttgart 21 zu beenden. Damit das Ergebnis eine breite Akzeptanz erfährt, ist es wichtig, dass sich möglichst viele Bürgerinnen und Bürger an der Abstimmung beteiligen. „Deshalb sind alle aufgerufen, die Debatte im Vorfeld aktiv zu verfolgen und sich eine eigene Meinung zu dem Projekt zu bilden“, heißt es in einer Mitteilung der Stadt Konstanz.

Deswegen werde eine Broschüre zur Information aller Bürgerinnen und Bürger bis spätestens 17. November 2011 an alle Haushalte im Land verschickt, in der alle Pro- und Contra-Argumente zu Stuttgart 21 aufgelistet sein sollen. Wir würden gern erfahren, wann wir endlich in einer vernünftigen Reisezeit und bequem mit der Bahn von Konstanz nach Stuttgart fahren können. Wir würden unser Kreuzchen dann an dieser Stelle machen. Dazu dürfte in der Broschüre leider aber noch nichts stehen.

Fast 10.000 Kilometer trennen die Insel La Réunion vom europäischen Mutterland, und doch zählt dieses tropische Übersee-Departement mit seinen rund 700.000 Einwohnern zur Europäischen Gemeinschaft und zu „Euroland“. Die im indischen Ozean gelegene Insel ist vulkanischen Ursprungs und extrem gebirgig mit einer Gipfelhöhe von über 3000 Metern.

Ein mächtiger Vulkan, der Piton de la Fournaise, zeigt dauerhafte Aktivität, gilt aber als berechenbar und ungefährlich und ist von den Inselbewohnern keinesfalls gefürchtet. In vielen Farben und Formen zeigt sich die Flora und Fauna dieses Eilandes, darunter auch viele endemische Arten.

Mit einem Lichtbildervortrag bringt Eberhard Kern (Donaueschingen) nach zahlreichen Reisen seine Eindrücke von dieser Insel mit nach Konstanz und beleuchtet dabei neben biologisch-geographischen Aspekten auch das vielfältige kulturelle Leben. Der Förderverein Palmenhaus Paradies lädt dem Lichtbildervortrag von Eberhard Kern am Dienstag, 8. November, 19.30 Uhr, ins Foyer des Palmenhauses ein.

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