Guten Morgen Bodensee!

Von Waltraud Kässer

Sprechen wir heute Morgen über einen Todesfall, die Volksabstimmung über S 21 und einen Facebook-Guru oder wie sich die Nachricht vom Vortrag verbreitet hatte. 

Karl Maurer war eine hochgeschätzte Persönlichkeit und ein großer Humorist der Konstanzer Fasnachtskultur, der sich weit über die Region einen Namen gemacht hat und so auch für Konstanz große Verdienste erworben hat.“ Mit diesen Worten würdigte der Konstanzer Oberbürgermeister Horst Frank den engagierten und lebensfrohen Reichenauer.

Von 1970 bis 1995 war Karle Maurer unter anderem Präsident der „Giraffen“, zehn Jahre zudem Vorsitzender des Musikvereins Wollmatingen. Am Donnerstag ist Karl Maurer im Alter von 84 Jahren gestorben. Der Südkurier berichtete, Maurer sei Schwabe gewesen und twitterte am gestrigen Nachmittag „Der Karle ist tot. Wir werden seine Witze vermissen!“ Wir kannten den Verstorbenen nicht persönlich und belassen es bei R.I.P.

Das Quorum bei einer Volksabstimmung liegt in Baden-Württemberg bei 33 Prozent. Das heißt 33 Prozent der Wahlberechtigten müssen mit ja stimmen, damit die Abstimmung gilt und der Stuttgarter Bahnhof oben bleibt – oder 33 Prozent der Wahlberechtigten müssen mit nein stimmen, damit es mit dem Tieferlegen klappt. Bei einer geringen Wahlbeteiligung besteht die Gefahr, dass es zwar eine Mehrheit gibt, deren Wille auch zum Ausdruck kommt, er am Ende aber nicht zählt, weil das Quorum nicht erreicht wird. Im dümmsten Fall wäre damit eine Befriedung, wie sie sich auch Ministerpräsident Winfried Kretschmann erhofft, gescheitert. Klar sein dürfte, bis 27.  N0vember gibt es viel zu tun und auch, dass mit Infoständen, Plakaten und Podiumsdiskussionen, bei denen vor meist demselben Publikum immer dieselben Argumente ausgetauscht würden, kein Blumentopf zu gewinnen ist.

Wir schlagen eine spektakuläre Aktion vor: Ein Aktivist könnte sich am Bahnhof festketten oder viele könnten sich an einem Samstag spektakulär vom Lago abseilen, unterwegs Spielgeld verstreuen und sich wenige Meter über dem Boden hängen lassen, um zu versinnbildlichen, wie abgehängt der Bodensee von Stuttgart ist. Wer mit dem Zug nach Stuttgart fährt braucht heute zwei Stunden und  muss schlimmsten Falls unterwegs auch noch auf Schienenersatzverkehr, übersetzt heißt das Busse, umsteigen.

Die Deutsch-Schweizerische Marketing Runde hatte gestern Abend zu einem Vortrag von Thomas Hutter ins Restaurant „Seerhein“ geladen. Sein Thema war Social Media und vor allem Facebook. Zu Beginn mussten zusätzliche Stühle in den Saal geschafft werden. Einige Dutzend Zuhörer hatten sich versammelt.

Irrtümlich führte Klaus Müller, der die Runde begrüßte, den Andrang zunächst auf eine Meldung in der lokalen Tageszeitung zurück. Von wegen! Die Probe ergab, dass gerade einmal acht Gäste aufgrund der Meldung in der Printzeitung gekommen waren. Alle anderen waren aufgrund von Posts und Einladungen, die über Social Media wie Facebook oder Xing verschickt wurden, da.

Das Allerletzte: Mehr als ein viertel Jahrhundert ist es her: Die Konstanzer  Hafenmeile gab es noch nicht. Norbert und Harry haben damals die Seekuh betrieben. Wir tranken unser Bier wie ganze Generationen von Studierenden vor dem überfüllten Seekuh-Garten auf dem Trottoir. In diesem Sommer hat Norbert erzählt, dass er aufhören möchte. Er sagte, er suche einen Pächter, der die Seekuh so lässt, wie sie ist und wie wir sie mögen. Er bat, erst einmal nichts darüber zu schreiben. Jetzt hat er anscheinend leise tschüs gesagt. Er wolle noch mal was anderes machen, sagte er im Sommer unter den Kastanien sitzend. Der neue Pächter ist schon da. Das haben wir gestern Abend bei Schwester Gaby gelesen.

Starten Sie gut ins Wochenende!

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