Guten Morgen Bodensee!

Von Waltraud Kässer

Die Oberbürgermeisterwahl in Konstanz findet voraussichtlich am 17. Juni 2012 statt. Einen Kandidaten oder eine Kandidatin suchen müssen zum ersten Mal seit 1996 auch wieder die Freie Grüne Liste und Bündnis90/Die Grünen. Damals hielten die Grünen nach einem geeigneten Bewerber unter anderem mit Annoncen in der „Zeit“ und in der „taz“ Ausschau. Gebildet werde jetzt erst einmal eine Findungskommission, heißt es.

Gestern wollten wir vom Vorstand der Volkshochschule Konstanz-Singen wissen, weshalb dem neuen Leiter der Konstanzer Hauptstelle, Reinhard Zahn, noch in der Probezeit gekündigt worden ist? Was steckt dahinter? Wir denken, wir dürfen das fragen, da die Volkshochschule kein privates Bildungsinstitut ist.

Antworten sind trotzdem eher nicht zu erwarten, auch wenn zum Beispiel die Freie Grüne Liste (FGL) Konstanz gern mehr darüber erfahren würde, weshalb die VHS ihrem neuen Leiter Reinhard Zahn noch in der Probezeit gekündigt hat und prinzipiell den Antrag der Linken Liste Konstanz unterstützt, die möchte, dass sich die Kommunalpolitik mit Thema beschäftigt.

Rechenschaft ablegen müsse der Vorstand den Kommunalpolitikern, die sich um die Bildungsreinrichtung sorgen, aber nicht, sagt die FGL. Vor allem aber glaubt die FGL, dass das Thema, da es sich um eine Personalangelegenheit handle, nur unter Ausschluss der Öffentlichkeit behandelt werden könne.

Vielleicht sollten die Beteiligten statt ein Gespäch über eine reine Personalangelegenheit zu führen, aber einmal grundsätzlicher über mögliche strukturelle oder organisatorische Probleme an der VHS sprechen? Welche Rolle spielt das Problem der Scheinselbständigkeit? Und wie sozial kompetent ist der zufällig zu hundert Prozent weibliche Vorstand, der anscheinend fürchtet, Scheinselbständige zu beschäftigen und das Problem löst, indem er es auf die Dozenten abwälzt, die nun weniger Kurse geben und auch keine regelmäßigen Zahlungen mehr bekommen sollen?

Überhaupt das Scheinselbstständigengesetz. Es war ein – sagen wir es drastisch – Griff ins Klo. Das haben auch Meidenschaffende leidvoll erfahren. Typisches Gewerkschaftsdenken zum Nachteil von Freiberuflern: Statt mehr sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze zu schaffen, hat es vor allem viele freiberuflich arbeitende Dozenten, Journalisten und andere Dienstleister in prekäre Lagen gebracht. Es sollte deshalb, wenn es noch immer gelten sollte, so schnell wie möglich ersatzlos gestrichen werden.

Hunde an die Leine! So lautete gestern unser Appell an Hundehalter. Zufällig berichtete am Montag auch der Südkurier darüber, dass sich Besucher des Stadtgartens durch freilaufende Hunde beeinträchtigt fühlen.

Während das Bürgeramt offenbar meinte, dass Hunde zum Beispiel im Konstanzer Stadtgarten nur vereinzelt frei laufen, sieht die Realität leider anders aus. In der Umweltschutz- und Polizeiverordnung der Stadt ist festgeschrieben, dass in der Innenstadt, in der Hafenstraße, im Stadtgarten sowie in der Seestraße und im Hoerle-Park Hunde an der Leine bleiben müssen. Tatsächlich halten sich viele Hundebesitzer aber nicht an die Verordnung. Vermutlich setzen mehr freilaufende Hunde ihre Häufchen ins öffentliche Grün als Parkbesucher im Herosépark trotz Glasverbots aus Flaschen trinken.

Auch, wenn Hundebesitzer zu wissen meinen, dass ihre Vierbeiner lammfromm sind, spielende Kinder und Jogger müssen das nicht glauben und es stimmt auch nicht in jedem Fall und unbedingt. Kleine Kinder und auch viele Erwachsene fürchten sich vor freilaufenden, großen Hunden.

Das Allerletzte: Heute Abend lädt Oberbürgermeister Horst Frank zu einem Bürgergespräch in den Treffpunkt Petershausen ein, bei dem es weder vorrangig um Hunde noch um Glas gehen dürfte. Das Gespräch beginnt um 18 Uhr. Morgen, Mittwochabend, ist er zur gleichen Zeit dann im Rathaus in Dettingen. Die Arbeitsgemeinschaft der Selbstständigen der SPD – ja die gibt es tatsächlich – hat in dieser Woche den Landtagsabgeordneten Hans-Peter Storz eingeladen. Das Treffen beginnt am 10. November um 19 Uhr im Hotel Adler in der Seestraße 34 in Radolfzell. Gäste sind willkommen, teilte die SPD mit. Was, Sie kennen Herrn Storz nicht?  Machen Sie sich nichts daraus, wir würden ihn auf der Straße auch nicht erkennen.

Kommen Sie gut durch den Dienstag!

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