Guten Morgen Bodensee!

Von Waltraud Kässer

Sprechen wir heute Morgen über Tiere. Traurig schauen wir hinüber in den Kanton Thurgau, wo im Lipperswiler Connyland innerhalb weniger Tage zwei tote Delfine zu beklagen sind. Außerdem wären wir gern Mäuschen, falls sich heute im nicht-öffentlichen Teil des Kulturausschusses des Konstanzer Gemeinderats Dorotheee Jacobs-Krahnen, die stellvertretende Vorsitzende des VHS-Vorstands, zu Wort melden sollte. Streng genommen wissen wir zwar nicht einmal, ob sie überhaupt Mitglied des Ausschusses ist. Falls nein, wäre es aber auch interessant mitzuerleben, was ihre Fraktionskolleginnen und -kollegen so über die unerwartete Kündigung von Reinhard Zahn und das Verhalten ihrer Kollegin denken.

Zuerst aber in die Schweiz. In Connyland sind zwei Delfine verendet. Unklar war bis gestern erst einmal noch die Todesursache. Möglicherweise könnte es sich sogar um einen Kriminalfall handeln, sollte sich bewahrheiten, dass die Meeressäuger vergiftet worden sind. Darüber hatte gestern auch 20 Minuten Online berichtet.

Die „Mörder“ könnten, so heißt es, militante Tierschützer gewesen sein, die die Tiere vergiftet haben könnten. Oder sollte womöglich doch die umstrittene Tierhaltung für den Tod der Delfine verantwortlich sein?

Immer wieder stehe die Delfinhaltung im letzten Delfinarium der Schweiz in der Kritik, schreibt OceanCare.  Innerhalb von drei Jahren seien sieben Delfine – darunter drei Kälber – gestorben. Das sei ein sehr schlechtes Zeichen.

„Es ist angesichts des Todes so vieler Delfine unglaublich, dass sowohl seitens der Staatsanwaltschaft des Kantons Thurgau sowie des kantonalen Veterinäramtes wiederholt beteuert wird, dass alles in Ordnung sei mit der Delfinhaltung im Connyland. Wie viele Beweise braucht es denn noch?“, fragt Dr. Sylvia Frey, wissenschaftliche Mitarbeiterin von OceanCare

„Delphine sind Publikumsmagneten und damit die Goldesel der Parkbetreiber.” Es ist unfassbar, dass der Profit über das Wohl der Tiere gestellt werde und dass dies von behördlicher Seite sogar noch mit getragen werde, sagt Sigrid Lüber, Präsidentin von OceanCare.

Dieser Meinung seien im übrigen Zehntausende Menschen in der Schweiz, welche die Petition von OceanCare gegen den Handel und Import von Delfinen sowie für ein Verbot von Delfinarien in der Schweiz unterzeichnet haben. Die Petition werde kommende Woche beim Schweizer Parlament im Bundeshaus eingereicht.

Um noch einmal auf die Zirkustiere vom gestrigen Morgen zurück zu kommen. Dass eine Elefantenkuh bei einem Gastspiel in Konstanz oder bei einem Bad im Bodensee verendet wäre, haben wir noch nicht gehört. Wir fassen also zusammen: Die Welt ist nicht gerecht. Während Delfine in der Schweiz im Pools schwimmen dürfen, sollen Zirkustiere in Deutschland verboten werden. Wir finden Letzteres nicht gut, mutmaßlich ist es aber wohl eine vernünftige Entscheidung.

Wie erfreulich ist es da, dass der „K+K Weihnachtszirkus am Bodensee“ auf Tiere sowieso verzichtet. Das hatte Zirkusdirektor Rolf Stey schon in diesem Sommer in einer Pressekonferenz angekündigt. Der Besuch des deutsch-schweizerischen Weihnachtszirkusses wäre somit politisch in jedem Fall korrekt. Die Premiere am 15. Dezember ist bereits ausverkauft.

Apropos Tiere. Heute wären wir ansonsten gern Mäuschen, sollte im Kulturausschuss des Konstanzer Gemeinderats über die Entlassung des Konstanzer VHS-Leiters Reinhard Zahn gesprochen werden. Interessieren würde uns zu aller erst, ob Dorothee Jacobs-Krahnen ihren Ratskollegen gegenüber begründet, weshalb Reinhard Zahn wieder gehen soll.

Die Linke Liste Konstanz hatte ihrerseits bereits die Möglichkeit angesprochen, dass womöglich der Vorstand mit den falschen Personen besetzt sein könnte. Falls der aktuelle VHS-Vorstand also keine sehr guten Gründe für die Entlassung Zahns haben sollte, stellt sich diese Frage unweigerlich.

Mit der Karrieremesse „Kontaktpunkt“ bietet die Universität Konstanz eine Plattform, auf der in – wie es heißt – unverbindlicher Atmosphäre persönliche Berufskontakte geschlossen und Einblicke in Unternehmen der Bodenseeregion gewonnen werden könnten. Die „Karrieremesse am See“ findet am Freitag, 18. November 2011, bereits zum dritten Mal statt. Von 11 bis 16 Uhr präsentieren rund 40 Aussteller ihre Unternehmen im Konstanzer Konzil und bieten ein praxisbezogenes Workshop- und Vortragsprogramm. Für alle Workshops und Vorträge sind noch Plätze frei, das vollständige Programmangebot wie auch die Ausstellerliste gibt’s unter www.kontaktpunkt-see.de. Alle Veranstaltungen sind kostenlos, für Workshops ist lediglich eine vorherige Anmeldung unter kontaktpunkt@uni-konstanz.de nötig.

Kommen Sie gut durch den Dienstag!

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