Guten Morgen Bodensee!

Von Waltraud Kässer

Bei Temperaturen nur wenigen Grad über dem Gefrierpunkt nähern wir uns der Adventszeit in großen Schritten. Seit gestern hängen die Weihnachtssterne zum Beispiel in den Gassen der Niederburg und die Kneipe Einblick hat ein Christbäumchen vor die Türe gestellt. Trotzdem möchten wir heute Morgen auch  über PR sprechen, darüber, weshalb Chefärzte anderswo fristlos gekündigt werden, und wir sprechen über einen Fleischskandal in der Schweiz.

Nicht besonders erstaunt hat uns folgende Nachricht: Schon jede zehnte Unternehmens-Pressestelle hält Redaktionen für „nicht mehr zwingend notwendig“ für die eigene PR-Arbeit. Das berichtet Peter Turi auf seinem Blog.  Er nennt als Quelle den PR-Trendmonitor 2011 von news aktuell. Sagen wir es so: Zeitungen haben ihre Torwächterfunktion verloren und die direkte Kommunikation mit der Zielgruppe im Web 2.0  ist vielversprechender. Mehr als die Hälfte der PR-Leute glaubt übrigens, dass Social Media auch 2012 das wichtigste Thema sein werde.

Chefärzte werden nicht nur in Konstanz gefeuert. Gestern meldeten Medien, dass der Chefarzt der Professor-Hess-Kinderklinik in Bremen, Hans-Iko Huppertz, fristlos entlassen worden sei. Der Arzt trug laut Medienberichten die Verantwortung für die Intensivstation, auf der im August und Oktober drei Frühchen am antibiotikaresistenten Darmkeim ESBL gestorben waren. Immerhin klingt es plausibel, dass der zuständige Chefarzt in diesem Fall gefeuert worden ist.

Wir erinnern uns, dass es in Konstanz schon genügte, dass der Chefarzt des Zentrums für Innere Medizin, Gert Müller-Esch, zusammen mit anderen Ärzten einen Brief unterzeichnet hatte, in dem er vor Umstrukturierungen gewarnt hatte. Die fristlose Kündigung des Konstanzer Chefarztes betrachtete das Arbeitsgericht als nicht gerechtfertigt.

Die Sendung „Kassensturz“ des Schweizer Fernsehens berichtet über einen Fleischskandal in einem Schweizer Supermarkt. Metzger sollen bei einem sogenannten Detailhändler Fleisch ausgepackt und an der Frischfleischtheke angeboten haben. Selbst Tage nach dem Ablauf des Verbrauchsdatums soll das Fleisch noch im Angebot gewesen sein.

In Zusammenhang mit dem Einkaufstourismus nach Deutschland und leeren Läden in der Schweiz dürfte der Vorfall übrigens nicht stehen. Denn die Vorkommnisse sind nicht in den vergangenen Wochen und Monaten passiert, sondern laut des Berichts bereits im Jahr 2008.

Das Allerletzte: Um Qualität brauchen sich die Besucher der Münsterbar in Konstanz übrigens nicht zu sorgen. Ab 1. Dezember gibt’s wieder Glühwein und Grillwürste direkt unter dem Christbaum beim Münster. Die Bratwürste sind bei einer Blindverkostung von bewirtenden Vereinsmitgliedern ausgesucht worden. Auf den Grill kommt nur die beste Wurst, heißt es. Otto Müllers Bratwurst sei Testsieger geworden, vermeldete ein Mittester.

Kommen Sie gut durch den Donnerstag!

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