Guten Morgen Bodensee!

Von Waltraud Kässer

Sprechen wir über den AStA der Universität Konstanz sowie über den Bundestagsabgeordneten Hans-Christian Ströbele und das Heddesheimblog.

Der grüne Bundestagsabgeordnete Hans-Christian Ströbele hat das Heddesheimblog abmahnen lassen. Wir machen es kurz: Anfang August war der Bundestagsabgeordnete Hans-Christian Ströbele mit seiner Frau Juliana Ströbele-Gregor im Weinheimer Waidsee schwimmen. Darüber herrscht Einigkeit zwischen Politiker und Blog. Schwimmen sei dort eigentlich nicht erlaubt. Auch das ist unstrittig.

Schwimmer und Angler kamen sich laut Bericht des Heddesheim Blogs ins Gehege, und Ströbeles Frau habe, so heißt es einem Bericht auf dem Blog, Anzeige gegen einen jungen Angler erstattet. Das Blog hatte darüber berichtet aber irrtümlich zunächst behauptet, Ströbele habe Anzeige erstattet. Das war falsch.

Die Reaktion von Ströbele erschütterte uns Sympathisanten der Grünen dann aber noch viel mehr und sozusagen bis ins Mark. Denn Hans-Christian Ströbele hat mittlerweile durch einen Berliner Anwalt das Blog wegen Verletzung der Persönlichkeitsrechte abmahnen lassen. Das mussten wir am Freitag vergangener Woche im Heddesheimblog lesen.

Das Blog solle es bei einer Vertragsstrafe von 10.000 Euro unterlassen, eine unrichtige Behauptung zu wiederholen. Wir haben uns entschlossen uns in dieser Woche spontan solidarisch mit dem Heddesheimblog zu zeigen.

10.000 Euro sind für kein Blog Peanuts. Wer mehr über den Vorfall erfahren möchte, kann beim Heddesheimblog weiterlesen. Wir haben einen und noch einen Beitrag des Heddesheimblogs verlinkt.

Wir meinen, eine Gegendarstellung hätte es auch getan.

Da wir schon wieder in Eile sind heute Morgen, erlauben wir uns nur noch eine kurze Anmerkung zur Erklärung des AStA, der lieber kein Studentenwohnheim im Chérisy-Areal haben möchte.

Wir finden, Nachverdichtung verbraucht weniger Natur als es Neubaugebiete tun. Auch die Bewohner des Konstanzer Stadtteils Paradies müssen – um ein Beispiel zu nennen – mit massiver Nachverdichtung leben.

Auch werden wir den Eindruck nicht los, dass einige Personen auf dem Areal nur ihre persönlichen Sonderinteressen verfolgen und womöglich nur eigene Privilegien verteidigen. Längst wohnen auch die Besitzer von Eigentumswohnungen auf dem Areal. Es dürfte mit um persönliche Lebens- und Aufenthaltsqualität gehen.

Dass günstige Studentenzimmer bessere als teure sind, ist hingegen sicher richtig. Andererseits wären die 100 oder 200 Studierenden, die in dem von einem Privaten gebauten Gebäude unterkommen, Studierende, die keine Wohnung mehr suchen. Den Druck auf den studentischen Wohnungsmarkt verringert jeder einzelne Platz, der neu entsteht. So gesehen wäre unserer Meinung nach jeder Platz besser als gar kein zusätzlicher Platz.

Kommen Sie gut durch den Dienstag!

4 Kommentare to “Guten Morgen Bodensee!”

  1. weisserhai
    29. November 2011 at 06:36 #

    Tja Herr Ströbele, die Polizeibeamten , die bei Stuttgart 21 mit Kastanien beworfen wurden, können sich leider keinen so tollen Rechtsanwalt wie Sie leisten. Und gegen die nagelgespickten Golfbälle beim Castortransport ist Fischfutter doch nun wirklich ein Klacks ;-)

  2. Karottenstreichler
    29. November 2011 at 13:40 #

    Der Herr Ströbele, auch genannt Terror – Opa, sollte doch nicht
    dort baden gehen, wo es verboten ist.
    Und wenn seine Frau von einer verirrten Fettkugel getroffen wird,
    ist dies doch kein #Grund für eine Strafanzeige.
    Der Herr Ströbele sollte mal schauen, was seine Unterstützerhorden
    so alles anstellen.

  3. dk
    29. November 2011 at 14:52 #

    Ist aus der Aktion „Büros zu Studenten-Buden“ nichts geworden, von der „Dornroeschen“ berichtet hatte?

    http://www.tmw-kn.com/blog/2011/11/21/studenten-ins-telecom-hochhaus/

  4. wak
    29. November 2011 at 15:05 #

    @dk Da müssen sie beim Märchenerzähler nachfragen ;-) Aber ernsthaft. Das Thema Umwidmung von Gewerbeflächen ist immer wieder gefordert worden. In Konstanz hat sich die FDP massiv dafür eingesetzt. Aus rechtlichen Gründen ist es aber schwierig. Zum Beispiel Emissionen können schnell zu Konflikten führen – Gewerbe macht Krach, Studierende wollen lernen. Oder so ähnlich.

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