Guten Morgen Bodensee!

Von Waltraud Kässer

Mit ein bisschen Glück erwartet uns heute der erste sonnige Tag des neuen Jahres. Das ist eine erste erfreuliche Nachricht. Die zweite wäre: So langsam kehren auch wir ans Notebook zurück.

Sprechen wir über die Vorsätze fürs neue Jahr. Wir haben uns entschieden, dass diese Kolumne auch 2012 wieder erscheint. Sagen möchten wir aber immer nur etwas, wenn wir auch tatsächlich eine Botschaft haben. Wenn wir nichts Bedeutendes zu erzählen haben, möchten wir sie nicht mit Betrachtungen behelligen.

Eine Botschaft hat neuerdings übrigens auch das Digitalblog der Süddeutsche Zeitung. Wir folgen dem Blog auf Twitter. Apropos Süddeutsche Zeitung: Aufgeräumt und übersichtlich wirkt auch der neue Auftritt der Süddeutschen im Netz.  Dieser Meinung war gestern spontan auch ein Kollege und Freund der Printausgabe, mit dem wir uns auf einen Milchkaffee getroffen haben.

Da wir gerade bei Botschaften sind: Gefallen hat uns die Neujahrs-Botschaft von Ministerpräsident Winfried Kretschmann, die es selbstverständlich auch auf Youtube gibt.  Er sagte in seiner Neujahrsansprache: „Nicht wo Menschen sich einmischen ist die Demokratie bedroht, sondern dort, wo sie sich abwenden von den öffentlichen Angelegenheiten.“ Überhaupt redete er viel von Bürgerregierung, Hinwendung zu den Menschen und neuer Offenheit. Bei der Bürgerbeteiligung möchte er einen Aufbruch.

Die Botschaft der neuen grün-roten Regierung ist anscheinend auch in den Städten des Landes angekommen. Stadtverwaltungen lassen die Bürger immer öfter direkt mitreden, laden zu Workshops ein und Oberbürgermeister zu Bürgergesprächen. In Konstanz sollen Gemeinderatssitzungen via Livestream direkt übertragen werden. Die Überlinger Oberbürgermeisterin twittert, bittet zu Bürgergesprächen und stellt spätestens ab dem Frühsommer Sitzungsunterlagen zum Download auf die Website der Stadt. In Konstanz ist das schon lange so. Das Herrschaftswissen von Honoratioren und Medienmenschen schwindet.

Wir glauben, dass das Jahr 2012 ein Jahr der direkten Kommunikation und direkten Beteiligung der Bürger werden könnte – sei es im Land oder in den Städten. Wir werden hinschauen und darüber berichten, was sich tut.

Ach ja, wenn wir einen Goldesel hätten, würden wir demnächst sogar die See-Online App anbieten. Wir besitzen aber nicht einmal einen Esel, sondern nur zwei schnöde Crossbikes.

Die App bringt, wie das Medienmagazin Journalist vermutet, sozusagen den Magazin Journalismus ins Netz und sie könne Print- und Onlineleser gleichermaßen begeistern. Eine See-Online App mit ein paar speziellen Features wäre sicher ansprechend. Noch sind Apps aber sehr teuer, weil es noch keine kostenlos verfügbare Software von der Stange für Apps gibt. Wenn wir eine Programmierbude hätten, würden wir vielleicht ab sofort an solchen Apps arbeiten, die wir Unternehmen kostengünstig anbieten würden. Aber wir sind ja keine Hacker, sondern nur User. Also warten wir erst einmal ab – und wenn es in ein paar Jahren eine Art WordPress für Apps gibt, sind wir ganz sicher dabei.

Starten Sie gut in das neue Jahr!

Ein Kommentar to “Guten Morgen Bodensee!”

  1. dk
    3. Januar 2012 at 20:37 #

    … See-Online App …

    Wahrscheinlich ist ihr Auftrag zu speziell, aber ansonsten dürfte Sie folgender Weblink für IT Outsourcing in der Ukraine interessieren:

    http://ciklum.net/
    http://www.youtube.com/user/ciklum2002/videos

    Das Unternehmen wurde 2002 von einem Dänen gegründet. Es lohnt sich auch bei Google unter “ciklum” nachzuforschen: die Firma ist bei vielen Socialmedia vertreten (twitter, youtube, linkedin, facebook, usw.)
    Aufmerksam ist man per Zufall durch ein Youtube-Interview mit dem Gründer, weswegen er ohne Probleme über 1000 Programmierer einstellen konnte, obwohl in westlichen Staaten häufig ohne Erfolg nach einzelnen Exemplaren suchen müssen. Seine Antwort: er ist einerseits wesentlich billiger als der Westen und zahlt andererseits ein Mehrfaches zum regionalen Vergleich, so dass alle irgendwie glücklich über die Situation sind. Skandinavisches Denken wurde erfolgreich in einen Staat eingeführt, von dem Reiseführer nicht so recht wissen, ob es zu Europa oder Asien gehört; die Bilder, Videos usw. erinnern auch etwas an Google. Man merkt deutlich, dass Skandinavier gerne gewohnte bzw. übliche Gleise verlassen und trotzdem erfolgreich sind. Keine schlechte Werbung (zumindest für Skandinavien).

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