Guten Morgen Bodensee!

Von Waltraud Kässer

Alles wegen „Cooper“. Packt Euch warm ein.

Den Oleander habe ich schon am Samstag vorsichtshalber von der Dachterrasse evakuiert. Die Kollateralschäden im Treppenhaus waren beträchtlich. Der Pflanzkübel, der sich vom Wurzelballen löste, hüpfte die Treppe hinunter – von Stufe zu Stufe. Die schwarze Pflanzerde bröselte hinterher. Nett, dass der Nachbar (vier Jahre) sofort mit dem Kinderbesen kam, um zu fegen.

In der zweiten Wochenhälfte soll es überall in Deutschland kälter werden – klirrend kalt sogar. Eisschollen auf dem Bodensee haben wir noch nicht gesehen und die Katamaran-Reederei hat bisher auch nicht mitgeteilt, dass sie Hundeschlitten einsetzt.

Streng genommen können uns zweistellige die Minusgrade sowieso nicht schrecken. Schließlich waren wir schon mal im Januar im Ural. Die Autostraßen dort waren Schnee- und Eispisten. Vor der Abfahrt schenkte der Chauffeur Wodka aus. Das ist unvergesslich. Und es war bitter kalt. Vor „Cooper“ fürchten wir uns folglich nicht, auch wenn die Facebookfreundin schon wieder auf ihrem Portraitfoto eine Pelzmütze trägt.

Apropos ungewohnte Eindrücke. Bisher kannten wir Parkbänke zum Beispiel aus dem  Herosépark und Sandbänke standen im Wasser. Neu sind hingegen Parkbänke im Seerhein. Nicht, dass Sie jetzt denken, wir fänden das womöglich lustig. Nein, das wäre weit gefehlt. Wir halten  es vielmehr für unanständig, wie manche Menschen mit den Dingen anderer Leute umgehen. Entdeckt hat die Parkbank im Seerhein übrigens Patrick Brauns. Herzlichen Dank für den Hinweis.

Alle reden über Stuttgart und noch immer keiner über Konstanz. Wir sprechen von möglichen Kandidaten für die Oberbürgermeisterwahl. Selbst am vergangenen Sonntag beim Neujahrsempfang von Bündnis 90/Die Grünen und Freier Grüner Liste gab es noch keine harten Nachrichten. Es blieb sozusagen mucksmäuschen still. Auch die SPD, bei der wir dann am Montagabend vorbei schauten, scheint noch auf der Suche zu sein.

Und so wie es aussieht – wie die Stuttgarter Zeitung bereits am Samstag berichtete – verliert jetzt auch noch das Blog dornroeschen.nu den mehrfach fast schon herbei geschriebenen Andreas Renner (CDU). Wir mutmaßen, entweder tritt Renner in Stuttgart an oder gar nicht. Er wollte sich zeitnah erklären.

Gestern Abend hat übrigens Sigmar Gabriel, der SPD-Vorsitzende, auf Facebook folgende Warnung gepostet: „Liebe Facebook-Nutzerinnen und -Nutzer, auf Sie kommt Arbeit zu! Die gute Nachricht: Die SPD will ihr Wahlprogramm für die nächste Bundestagswahl mit möglichst vielen Bürgerinnen und Bürgern diskutieren. Das haben wir gerade bei unserer Klausur in Potsdam beschlossen. Die schlechte Nachricht: Das macht Arbeit. Wir wollen von Ihnen wissen, was die SPD gut macht – und was sie noch besser machen könnte. Und in einem ersten Schritt wollen wir wissen: Wie kann man einen solchen Dialog am besten organisieren?“

So wie es aussieht, ist die SPD jetzt zu einer Mitmachpartei geworden. Wir werden unseren Facebookfreund und mit ihm die SPD im Auge behalten.

Kommen Sie gut durch den Dienstag!

 

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