Guten Morgen Bodensee!

Von Waltraud Kässer

Sprechen wir über Linkhaftung, den ersten cyberLAGO  Stammtisch in Konstanz, der leider verschoben wird, und über „König Kurt“, dem ein Flug sozusagen um die Ohren geflogen ist.

Kurt Beck ist, wenn wir nicht irren, nicht Bundespräsident. Trotzdem, jetzt also auch Kurt Beck, der Mann, der immer „nah bei ‚de Leut“ sein wollte, schreibt die Süddeutsche Zeitung. Auch er sei abgehoben, im wahrsten Sinne des Wortes.  „Die Staatskanzlei in Mainz bestätigte jetzt einen Bericht des Magazins Stern, dass Beck am 19. Februar 2008 auf Kosten des Partykönigs Manfred Schmidt geflogen ist. Nicht weit. Aber dafür teuer.“ Das berichtet so die Süddeutsche Zeitung.

Der Audi Q3, so haben wir gestern gelesen, bei audi.de gelesen, zitiert die Formensprache eines Offroaders, sei aber eindeutig ein urbanes Fahrzeug. Die „athletische Silhouette mit der coupéhaften Dachlinie“ signalisiert Sportlichkeit. Der kräftig-muskulöse Körper, der dominante Singleframe und die tief liegenden Lufteinlässe definieren seinen Charakter, heißt es weiter.

Weshalb wir diese Passage zitieren? Wir möchten ja nicht, dass Sie eine Folge der Daily Soap Wulff verpassen, nur weil Sie ein lokales Blog lesen.

So langsam sorgen wir uns ernsthaft. Wir könnten zum Beispiel fragen, welche Vorzugsbehandlung sich zum Beispiel auch der eine oder andere Kommunalpolitiker schon gegönnt hat, von wem Sie sich wozu einladen ließen, oder was es eigentlich mit Journalisten-Rabatten so auf sich hat? Wollen wir das alles wirklich wissen?

„Es ist schön zu sehen, dass zumindest die Gerichte verstehen, wie der Online-Informationsaustausch funktioniert“, sagte Marina Weisband, politische Geschäftsführerin im Bundesvorstand der Piratenpartei. Links seien eben nicht Teil der eigenen Meinung, sondern Verweise auf die Inhalte anderer Anbieter.

Deshalb, so fordert die Piratin, sollte der Bundestag die Linkhaftung ausschließen und damit jetzt auch allgemein Rechtssicherheit für die Betreiber von Webseiten schaffen.

Das Bundesverfassungsgericht hatte festgestellt, dass Links in Presseartikeln „wegen ihres informationsverschaffenden Charakters am grundrechtlichen Schutz teilhabe“ und die verlinkten Inhalte „nicht schon qua Verlinkung zum Teil der vom Presseorgan geäußerten eigenen Meinung“ werden. Für uns, die wir sehr häufig auf andere Sites verlinken, sind das sehr gute Nachrichten.

Heise.de hatte in einem Artikel einen Anbieter verlinkt, der unter anderem auch eine Software anbietet, die einen DVD-Kopierschutz umgehen konnte. Die Musikindustrie wollte nun juristisch erreichen, dass dieser Anbieter nicht verlinkt werden darf.

Schade, der erste cyberTreff  am Mittwoch, 15. Februar, findet nicht statt. Da die Bleiche an diesem Tag geschlossen habe und zudem der 16. Februar der „Schmotzige Dunschtig“ ist, muss der Treff ausfallen. Wir würden lieber zu 100 cyberTreffs hintereinander gehen als nach dem Narrentreffen nun auch noch knapp eine Woche Fastnacht, Lärm und Scherben direkt vor der Haustüre zu haben.

Der erste cyberStammtisch werde am Mittwoch, 7. März, nachgeholt. Referent ist Oliver Gassner, der das „Barcamp Bodensee 2012“ vorstellt und sicher auch noch gern ein paar Sponsorenmittel einwerben möchte. Der zweite Stammtisch ist dann am Mittwoch, 21. März. Marcus Koch, Vorstand Goldbach Interactive AG, redet über „Conversion Rate Optimization“. Konversion sei ein Prozess und nicht nur ein Klick! – Nur wer den gesamten Prozess im Griff habe, könne dauerhaft erfolgreich sein. Er gibt Tipps wie sich die Konversionssrate auf Webseiten steigern lassen.

Starten Sie gut ins Wochenende!

7 Kommentare to “Guten Morgen Bodensee!”

  1. OlievrG
    3. Februar 2012 at 09:44 #

    Moin, es geht zwar auch um Spnsoren aber primär darum, das Camp als ‚Chance‘ hier in derrehion unter ITlern bekannt zu machen.

  2. anonymous
    3. Februar 2012 at 11:13 #

    2 Sachen

    1. Typo letzer Absatz. cyperStammtisch!

    2. Was auf jeden Fall noch fehlt, ist dann Kontakt zu VentureCapital gebern und BusinessAngels. Wäre doch schade wenn es hierbei nur um bestehende Unternehmen gehen würde. Bei 1000 Studenten im IT Bereich sind sicher auch ein paar Gründungswillige dabei denen es nur an Geld und Kfm. Erfahrung mangelt. Gerade bei der geographischen Nähe nach Zürich, sollten doch genügend potentielle Geldgeber zu finden sein. BWL Lehrstühle gibt es ja der FH und Uni, da wird es sicher jemand geben der sich mit Businessplänen und Co auskennt!
    Evtl. ließt das hier ja jemand der dort hingeht und schlägt das der Runde mal vor.

    • wak
      3. Februar 2012 at 11:21 #

      Danke. cyber, ist klar.

  3. OlievrG
    3. Februar 2012 at 11:33 #

    Hier mein Blogbericht u.a. über ein Event für Jungunternehmer in KN mit einem Entrepreneursphip-Prof der HTWG:
    http://blog.oliver-gassner.de/archives/5125-Jungunternehmertag-in-Konstanz-2011.html

  4. anonymous
    3. Februar 2012 at 12:12 #

    @Oliver

    Das geht in die Richtung, aber ich meinte mehr einen oder mehrere fixe Ansprechpartner der einem direkt Helfen. So das ich z.b. mit meiner Idee und ein paar Codeschnipsel ein Treffen vereinbare und über Marktfähigkeit und Wachstumschancen geredet wird. Wenn ich und mein Projekt überzeugend sind wird ein BusinessPlan ausgearbeitet und der dann VC gebern vorgelegt…. Der Rest ist dann Geschichte, siehe Google, FB und tausende kleinere Unternehmen

  5. OlievrG
    3. Februar 2012 at 12:16 #

    Nun ja, so Leute gibt es. Sie kosten halt Geld. warum genau sollte dei der Staat bereitstellen (den dann die Ggeschäftsleute nachher oft (nict immer) gar nicht mehr so nett finden.

    Nicht gegen eine Förderung der Entrepreneurship per se, das tut der Staat ja auf vielen Ebenen.

    Und wenn man gute IDeen hat, findet man eben auch einen mentor oder Angel, der einen unterstützt.
    Vor den Erfolg (alt: Ruhm) haben dei Götte auch weiterhin den Schweiß gesetzt.

    Das ist auch nicht falsch.

  6. anonymous
    3. Februar 2012 at 12:24 #

    Das fällt natürlich nicht in den Aufgaben Bereich der Stadt oder des Staates.

    Meine Vorstellung war eher das ehrfahrene Leute aus dem Entrepreneur und oder IT Bereich, dieses Knowhow bzw ihr Netzwerk ohne „Bezahlung“ bereit stellen. Dafür ist es dann natürlich wieder legitim, sobald das Projekt Geld abwirft, einen Teil der Gewinne einzubehalten. Dieses unternehmerische Risiko sollte ja dann auch dafür Sorgen, dass nicht der 3 ebay Klon oder sonstiger Mist gefördert wird, da ja gerade Geld da ist.

    In Berlin ist dies gang und gebe, was natürlich in einer Millionen Metropole auch wesentlich einfacher umzusetzen ist. Daher die angesprochene Nähe nach Zürich, die evtl weiterhelfen könnte.
    Gerade aus Sicht einer schweizer VC Company sind Deutsche Personalkosten eher gering!

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