Guten Morgen Bodensee!

Von Waltraud Kässer

Sprechen wir heute über das Real Life und die virtuellen Welt sowie über drei Verhaltensweisen, die im Real Life nerven und die mehr als Ärgernisse sind.

Wer ein lokales Blog betreibt, erhält immer wieder Hinweise auf Missstände. Manchmal fangen wir an zu recherchieren. Heute Morgen begnügen wir uns mit einer bloßen Aufzählung. Bevor Sie weiter lesen, sollten Sie Ihr Frühstück aber unbedingt beendet haben.

Misstand Nummer eins: Manche Menschen lassen anscheinend benutzte Kondome im Linienbus liegen. Gestern Vormittag sind wir in unserer Timeline auf folgenden Tweet aufmerksam geworden. „Puh. Dafür, dass ich fürs BusTicket zahle, können d Stadtwerke Konstanz gern das gebrauchte Kondom vom Sitzplatz entfernen.“ Der Twitterer fuhr seinen eigenen Angaben zu Folge mit der Linie 4 in die Stadt. Er ist uns persönlich bekannt.

Missstand Nummer zwei: Freunde, die selbst keine kleinen Kinder mehr haben, regen sich regelmäßig darüber auf, dass Passanten den Spielplatz an der Mariensäule beim Konstanzer Münster als öffentliche Toilette benutzen. Sie glauben, auf dem Kinderspielplatz werde auch gedealt. Am Sonntagabend haben wir vom Wohnzimmerfenster aus zugeschaut wie sich eine Gestalt auf dem Spielplatz bei der Schaukel an einen Baum gestellt und sich erleichtert hat.  Leider hatten wir keine Kamera mit Blitzlicht dabei, um den Fall fotografisch zu dokumentieren.

Missstand Nummer drei: Musikkapellen, die meinen mitten in der Nacht, trommelnd durch die Gassen der Altstadt ziehen und vor fremden Schlafzimmern laut aufspielen. Merke: Auch Menschen die in der Altstadt wohnen, haben zwischen dem 15. Februar und dem 22. Februar Anspruch auf so etwas wie Nachtruhe. Rücksichtloses Verhalten hat mit Brauchtum mutmaßlich so wenig zu tun wie ein Konstanzer Blätzlebueb mit einem Komasäufer. Eine Woche vor dem Schmotzigen Dunschtig und nach Lärmbelästigungen beim Narrentreffen im Januar denken wir, es wäre Zeit, darauf hinzuweisen.

Soweit zu unserer Missstände-Sammlung und dem Real Life.

Gestern Morgen haben wir einen Beitrag online gestellt, der von Online-Cops handelt. Die Polizeidirektion Hannover fahndet, was wir bemerkenswert finden, auf Facebook nach Straftätern. Die Konstanzer Polizei nutzt derzeit noch keine Social Media.

Der Polizei in Hannover geht es anscheinend wie vielen anderen auch: Sie bemüht sich, Menschen, in diesem Fall Zeugen von Verbrechen, da zu treffen, wo sie sich aufhalten. Mit Hilfe von Tageszeitungen und Fernsehen erreiche die Polizei die unter 35-Jährigen nicht mehr. Das steht so auf der Facebook-Seite der Polizei in Hannover.

Sehr viele Personengruppen verständigen sich mittlerweile auf Facebook. Der Nutzwert von Informationen ist nicht zu vernachlässigen. Da wären zum Beispiel die Schwarzfahrer in Bussen und Bahnen, die posten, auf welchen Strecken es Fahrkartenkontrollen gibt.

Und da wäre zum Beispiel auch die Facebook-Gruppe Radarkontrollen und Polizeikontrollen im Kreis Konstanz.

Kommen Sie gut durch den Dienstag!

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