Guten Morgen Bodensee!

Von Waltraud Kässer

Heute starten wir in einen Tag der Entscheidung. Wir sprechen nicht von der zwischen Knuspermüsli oder Vollkornbrot mit Erdbeermarmelade von Alnatura.

Beginnen wir in Konstanz. Heute Nachmittag möchten der Betriebsrat von Nycomed und die Gewerkschaft Bergbau, Chemie und Energie bei einer Pressekonferenz darüber informieren, wie die gestrigen Verhandlungen zwischen dem Betriebsrat und den Nycomed/Takeda Bossen verlaufen ist. Zu Erinnerung: 700 Arbeitsplätze fallen allein bei Nycomed in Konstanz weg. Das ist beschlossen. Verhandelt wird nur noch über die Spielregeln.

Gestern hatten sich die beiden Seiten zu einer Verhandlungsrunde getroffen. Die Fragen lauteten: Wie hoch sind die Abfindungen, die die Arbeitnehmerseite aushandeln kann, und wird es eine Transfer-Gesellschaft geben? Gibt es noch einmal einen neuen Sozialplan?

Bereits zuvor hatte die Nycomed-Geschäftsführung den Arbeitnehmern sozusagen an der Arbeitgeberseite vorbei ein mutmaßlich vorteilhaftes Angebot gemacht. Nycomed/Takeda bot Schnellentschlossenen einen goldenen Handschlag, also höhere Abfindungen als im geltenden Sozialplan vorgesehen, zum Abschied an statt mit den Arbeitnehmervertretern in langwierige Verhandlungen über einen neuen, für die Arbeitnehmer besseren Sozialplan zu treten.

Ein Tag der Entscheidung ist heute auch für Überlingen. Der Gemeinderat entscheidet nach zwei Jahren Bürgerbeteiligung über ein neues Verkehrskonzept – oder er lässt alles beim alten. Es geht um eine wenigstens teilweise verkehrsfreie Innenstadt. Wir haben darüber gestern ausführlich berichtet und unsere ganz persönliche Sicht von außen geschildert.

Ansonsten haben wir soeben bei unserer ersten Tasse Kaffee mit Milch bei Sascha Lobo gelesen, dass wir Teil einer Lobbygruppe sind. Die Netzgemeinde, schreibt der Blogger, sei eine „hocheffektive Lobbygruppe“. Sie kämpfe dafür, das Internet möglichst unreguliert zu lassen. Deshalb bekämpfe sie das Leistungsschutzrecht – „zu Recht“, schreibt Sascha Lobo bei Spiegel online.  Noch dürfen wir verlinken ohne dafür bezahlen zu müssen. Wir erinnern uns: In Zukunft soll Google und sollen vielleicht auch Blogs dafür bezahlen, dass sie an ihren Kiosken die Nachrichten traditioneller Verlage zum Lesen anbieten und die Leser auf deren Seiten bringen. Auch das ist eine Entscheidung – der schwarz-gelben Regierung.

Kommen Sie gut durch den Mittwoch!

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