Guten Morgen Bodensee!

Von Waltraud Kässer

Heute starten wir in den gefühlten Sommer. Wenn die Meteorologen Recht haben, könnten wir uns heute Nachmittag bei Temperaturen von 18 bis 20 Grad ins Eiscafé setzen. Es wäre auch bestes Biergarten- und Heroséparkwetter. Außerdem sprechen wir heute über Schlecker-Filialen, die nicht schließen, über Boni und ein Stellenangebot der Schwäbischen Zeitung an ihre Redakteure.

Klar haben wir gestern bang auf die Liste mit den vielen Schlecker Filialen geschaut, die schließen. So wie es aussieht ist zum Glück keine der Konstanzer Filialen betroffen. Das ist nicht nur für die Mitarbeiterinnen eine sehr erfreuliche Nachricht.

Auch aus Kundensicht ist die Nachricht berichtenswert. Wir selbst bevorzugen, obwohl oder gerade weil wir mitten in der Einkaufsstadt Konstanz und in fußläufiger Entfernung zu mehreren Drogeriemärkten wohnen, die etwas abseits gelegene Schlecker Filiale in der Feldstraße im Paradies direkt neben dem Getränkemarkt.

Statt uns wegen eines Duschbads oder kleiner Hygieneartikel durch weitläufige Drogeriemärkte in der Kanzleistraße oder der Markstätte zu quetschen und uns in lange Schlangen vor Kassen ein einzureihen, obwohl wir selbst keinen Ausfuhrschein brauchen, kaufen wir gelegentlich lieber im weniger überfüllten, dafür übersichtlichen Schlecker-Markt.

Apropos kaufen und Geld. Auf der Rückfahrt von einem Kundentermin gestern, haben wir folgende Meldung gehört: Jeder Mitarbeiter von BMW bekommt 8000 Euro Bonus oder auch Erfolgsbeteiligung einfach so. Das ist, wie wir meinen, nicht schlecht.

Ob auch die Deutsche Zeppelin Reederei (DZR) Boni zahlt, wissen wir nicht so genau. Dass ein ehemaliger Mitarbeiter sich sozusagen selbst einen fetten Bonus in Höhe von rund einer Million Euro gewährt hat, ist aber bemerkenswert. Die Zulage hat er sich auf etwa zehn Jahre verteilt ausgezahlt.

Wir selbst bekommen keinerlei Zuwendungen oder Prämien in dieser Höhe. Der Medien- und PR-Bereich ist womöglich, wirtschaftlich betrachtet, nicht die beste aller Welten.

Andererseits könnte es aber noch schlimmer kommen. Unter der Überschrift „Nah beim Leser“ berichtete, wie wir gestern gelesen haben, das Medienmagazin Journalist in seiner Märzausgabe, dass es der Schwäbischen Zeitung an Zustellern mangle und deswegen Redakteure beim Zeitungsaustragen helfen sollen.

Darum bat das Unternehmen dem Vernehmen nach in einem Schreiben an seine Mitarbeiter. Etwa eine bis eineinhalb Stunden sollen die Redakteure investieren und am Morgen bis spätestens um 6 Uhr einen Stapel Zeitungen in Briefkästen von Lesern stecken. Dafür sollte es laut Medienmagazin Journalist zehn bis 15 Euro brutto geben. Der Trend geht anscheinend auch bei Redakteuren zum Zweitjob.

Der Deutsche Journalisten Verband (DJV) hat sich über das Angebot empört. Die Schwäbische Zeitung argumentierte offenbar damit, dass das Umstellen auf Postzustellung zur Kündigung von Abos führe. Angesichts sinkender Abo-Zahlen wäre das selbstverständlich ein starkes Argument.

Genießen Sie den Sommertag!

 

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