Guten Morgen Bodensee!

Von Waltraud Kässer

Heute starten wir endlich wieder einmal in ein sommerlich warmes Wochenende. Ist ja so langsam auch Zeit geworden. Zuerst sprechen wir darüber, dass wir meinen, dass Bürgerbeteiligung im Zeitalter des Web 2.0 eine Selbstverständlichkeit sein müsste und was das Web und Bürgerwerkstätten miteinander zu tun haben.

Sollten Sie spontan für das Amt des Oberbürgermeisters oder der Oberbürgermeisterin in Konstanz kandidieren wollen und heute ab 18 Uhr Zeit haben, empfehlen wir Ihnen die Stadtführung unter dem Motto „Pfaffen, Ketzer, Kurtisanen – Mit der Imperia durchs Mittelalter“. Treffpunkt ist die Tourist-Information im Bahnhof.

Die erste ernsthafte Bewerberin für das Amt der Oberbürgermeisterin ist Sabine Seeliger. Bei ihrer Vorstellung sagte die Grüne, dass sie für Bürgernähe und Transparenz stehe. Ob das auch heißt, dass sie es darauf ankommen lassen und trotz Bedenken des Landesdateschutzbeauftragten Gemeinderatssitzungen via Livestream im Web übertragen würde?

Die OB-Kandidatin sprach auch von einem Politikstil der Beteiligung.

Wir schließen daraus: Das Web hat die Rathäuser erreicht. Kommunikation erfolgt im Web nicht mehr von oben nach unten. Das Stichwort lautet „Interaktivität“. Wer im Netz selbstverständlich mitredet und kommentiert, empfindet Bürgerbeteiligung nur als logische Folge der gesellschaftlichen Veränderungen.

Sabine Seeliger stellt sich vor, dass Bürger ihre Anliegen in Zukunft posten können. Finden sich ausreichend viele Unterstützer, wird das Anliegen zu einem Thema und schafft es in den Gemeinderat, so ihre Vision. Blogger Sascha Lobo schrieb einmal: „Jetzt wird im Internet hochgespült, was ausreichend viele Menschen für interessant halten.“ So ähnlich ist es in Zukunft wohl auch mit Themen in der Kommunalpolitik.

Bürgerbeteiligung an praktizieren übrigens nicht nur grüne Oberbürgermeisterinnen. Auch in Überlingen setzt die Oberbürgermeisterin konsequent auf Bürgerbeteiligung und erfolgreich auf direkte Kommunikation. Auch Stadtteilgespräche führt Sabine Becker in Überlingen. Und das ist auch gut so.

Neues Thema: Wir möchten es heute Morgen  nicht versäumen, noch einmal darauf hinzuweisen, dass die Ausstellung „Birte Horn – Freiräume“ in der Konstanzer Galerie Geiger nur noch wenige Tage zu sehen ist. Die Bilder hängen nur noch bis Mittwoch kommender Woche.

Apropos Kunst: „Städte am Wasser“ ist der Titel einer anderen, deutsch-chinesischen Kunstausstellung, die demnächst anfängt. Die Stadt Konstanz und ihre chinesische Partnerstadt Suzhou zeigen vom 4. Mai bis 31. Mai in einer gemeinsamen Ausstellung Arbeiten von deutschen und chinesischen KünstlerInnen mit Behinderung. Vernissage ist in einer Woche, am Freitag, 4. Mai, um 18 Uhr in der Rathaus-Galerie. Eine Delegation aus Suzhou sei ebenfalls anwesend, ließ die Stadt wissen.

Genießen Sie das sonnige Wochenende!

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