Guten Morgen Bodensee!

Kolumne aus der Flachwasserzone

Heute ist es sonnig, schwül,und die Temperaturen klettern auf 29 Grad. Das hat der Schweizer Meteo vorausgesagt. Wir haben Shorts und T-Shirt angezogen. So wie es aussieht wird es ein lässiger Arbeitstag mit Netbook und Sonnenschirm auf der Dachterrasse werden…

Beginnen möchten wir heute aber mit einer Richtigstellung. Mit journalistischen Beiträgen ist es manchmal wie mit einem aufregenden Buch. Es fängt wunderschön an und die Zeilen verführen uns zum Weiterlesen. Blöd ist nur, wenn so ein schöner Satz, der uns in eine scheinbar spannende Geschichte hineinzieht, falsch ist.

Die Besucher, die unseren Blog lesen, müssen uns vertrauen können. Fehler korrigieren wir deshalb, wenn sie passiert sind, sofort: Korrekt ist zwar, dass Hilmar Woernle, Geschäftsführer des Stadtmarketing Konstanz, kürzlich Geburtstag hatte, die Behauptung, Herr Woernle sei soeben aus Shanghai zurückgekehrt, stimmt aber nicht. Der Stadtmarketing-Chef war zwar im Urlaub, aber nicht in Shanghai und er war auch nicht auf einer Dienstreise.

Jetzt aber zu Erfreulicherem. So langsam treibt uns die Frage um, wo wir die Fußball WM in Südafrika gucken wollen. Am Sonntag spielt Deutschland gegen Australien. Wenn wir die Tweets, die wir gelesen haben, richtig interpretieren, werden zumindest die Microblogger in Konstanz eher nicht in der WM-Arena auf Klein-Venedig zuschauen. Bei Twitter haben wir gestern mehrfach das Wort „Abzock-Arena“ gelesen. Ehrlich gesagt, Eintritt wollen wir fürs Public Viewing auch nicht zahlen.

Da wir nun sowieso gerade bei Unerfreulichem angekommen sind, wollen wir auch gleich noch eine weitere nicht ganz so ermutigende Nachricht auf unserem Blog verbreiten. Es geht ums Geld. Der Konstanzer Oberbürgermeister Horst Frank tourte in dieser Woche durch Gemeinderatsfraktionen und informierte die Stadtratsmitglieder persönlich über die dramatischer werdende Haushaltslage der Stadt. Zu den Projekten, die in Konstanz auf der Kippe stehen, gehört, wie wir vernommen haben, offenbar auch die Begegnungszone beim Konstanzer Bahnhof. Die informierten Kommunlapolitiker gaben sich nach der OB-Visite übrigens außerordentlich schmallippig, was darauf hindeuten könnte, dass die Lage tatsächlich ernst ist.

Der großstädtische Shared Space, in dem alle Verkehrsteilnehmer gleichberechtigt sind, könnte für die Konstanzer werden, was der aus Spargründen verschobene Wiederaufbau des Stadtschlosses für die Berliner ist: Ein Luftschloss. Schade finden wir.

Apropos Luftschlösser. Ein Luftschloss ist bisher auch noch eine schnelle Datenleitung ins Überlinger Gewerbegebiet Oberried. Zuerst wollte die Deutsche Telekom, dann wollten auch die Stadtwerke (SWÜ). Noch immer müssen Betriebe auf den Anschluss an die schnelle Datenautobahn verzichten. Es sieht fast so aus, als ob die Telekom am Ende schneller gewesen wäre. Arbeiten ohne DSL ist ein nicht hinzunehmender Standortnachteil. Die Frage sei deshalb erlaubt: Wer hat da eigentlich was vermasselt? Und wenn, wir schon dabei sind: Auch beim mobilen Datenverkehr geht es in Überlingen nur im Schneckentempo voran. Für T-Mobile Kunden ist die Innenstadt weiterhin UMTS-freie Zone.

Für heute haben wir fast genug geplaudert. Unsere ToDo-Liste ist noch lang. Die Freizeitorientierten unter uns könnten übrigens schon eimmal auf einen unserer neuen Überraschungsbuttons klicken. Wer Lust auf ein Konzert im Kulturladen, Sport oder Chillen hat, findet wechselnde Anregungen. Demnächst gibt’s dann an dieser Stelle noch ein bisschen mehr über den redaktionellen Mehrwert unseres Blogs zu lesen. Jetzt aber noch das Allerletzte:  Wussten Sie schon, dass Grundschüler heute nicht mehr Cowboy und Indianer spielen, sondern GSG 9? Das haben wir gerade im Telefonat mit dem Sohn einer Freundin gelernt. So ist das in Zeiten, in denen schon Zweitklässler bei Wikipedia nachschauen, wenn sie etwas nicht wissen und Pfeil und Bogen aus der Mode gekommen sind.

Kommen Sie gut durch den Mittwoch!

Waltraud Kässer

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