Guten Morgen Bodensee!

Von Waltraud Kässer

Heute Morgen laufen wir uns warm, bevor heute Abend die deutsche Nationalmannschaft zum EM-Halbfinale aufläuft. Außerdem laufen und laufen und laufen die Konstanzer OB-Kandidatinnen und Kandidaten – in diesen Tagen mutmaßlich von Haustür zu Haustür.

Wir fassen noch einmal zusammen. Am Sonntag findet der erste Wahlgang statt. Nur wenn einer oder eine der 13 Bewerberinnen und Bewerber die absolute Mehrheit erreichen sollte, also mindesten 50 Prozent Stimmen holen würde, wäre die Wahl bereits entschieden. Das ist aber rechnerisch nicht sehr wahrscheinlich. Deswegen wird es am 15. Juli wohl einen zweiten Wahlgang geben.

Wer einen oder eine Favoritin hat, muss ihn oder sie aber unbedingt schon am kommenden Sonntag unterstützen. Denn am Sonntag geht es um die Ausgangsposition für den 15. Juli.

Wer ist vorn? Wer zieht zurück? Rund 62.000 Konstanzerinnen und Konstanzer haben die Wahl. Sie können in den insgesamt 65 Wahlbezirken abstimmen. Am Sonntag ab 18 Uhr sind dann alle in den Rathausinnenhof eingeladen, wo die Wählerinnen und Wähler via Leinwand die Auszählung der Stimmen sozusagen live mit verfolgen können.

Uli Burchardt beglückte uns in dieser Woche mit einer Wahlkampfzeitung. Wir sind geneigt, sie neben den Prospekt von Sabine Reiser (Mehrwert Luftbild von Konstanz auf der Rückseite) und  von Sabine Seeliger legen.

Wetten, dass Menschen mit der Antwort auf die Frage, wer wofür steht, so ihre Probleme hätten? Uli Burchardt geht über Pflastersteine, über die ein grüner Balken gelegt ist.

Wir machen ein beliebiges Beispiel: Wem würden Sie zum Beispiel den Satz zuordnen „Nachhaltigkeit als grüner Faden“? Die Antwort der Grünen Sabine Seeliger wäre falsch, er steht als Überschrift in der Wahlkampfzeitung von  Uli Burchardt.

Oder wer sagte: „Wir müssen die Wirtschaft stärken. Nur wenn es uns gelingt, die Einnahmen auf ein sicheres Fundament zu stellen, kann sich die Stadt ihre hohe Lebensqualität leisten und hat genug Geld für Soziales und Kultur. Solide Finanzen sind Voraussetzung für Nachhaltigkeit und Generationengerechtigkeit“? Nein, das hat nicht Uli Burchardt geschrieben, sondern Sabine Reiser schon vor zwei Wochen.

Bei Uli Burchardt heißt das in seiner in dieser Woche verteilten Wahlkampfzeitung: „Wir brauchen einen klaren Kurs für nachhaltiges Wachstum unserer Stadt. (…) Nur so nehmen wir auch die Steuern ein, die wir brauchen, um unsere sozialen Aufgaben zu erfüllen.“

Uli Burchardt ist übrigens der Kandidat mit der Landwirtschaftslehre – der mit dem Hektar Land war aber Roman Urban.

Die Frage, die jede Wählerin und jeder Wähler spätestens am Sonntag für sich beantworten muss, heißt: Wer ist das Original und wer die Kopie?

Starten Sie gut in den Donnerstag!

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