Guten Morgen Bodensee!

Von Waltraud Kässer

Das Rheinstrandbad ist die gute alte Dame am Seerhein. Während im Herosépark  Badetuch an Badetuch liegt und gelegentlich Hunde und Scherben  für Unmut sorgen, ist im Rheinstrandbad die Badewelt ziemlich in Ordnung.

Ein bisschen nostalgisch wirkt es. Und Fahrradanschlussplätze fehlen auch beim Bad an der Spanierstraße wie an vielen Plätzen in Konstanz. Wer öffentliche Badeplätze und Seebäder liebt und in der Konstanzer Altstadt oder in Petershausen wohnt, schätzt das Rheinbad.

Das 1937 eröffnete Rheinstrandbad hat seinen eigenen Charme. Das in diesem Jahr 75 Jahre alt gewordene Bad ist so etwas wie ein Sehnsuchtsort jenseits modischer Strandbars und See Lounges mitten in der Stadt.

Die Bädergesellschaft hat ein paar Schwarzweißbilder ins Internet gestellt. Irgendwie sah es immer schon so aus. Der Rasen gepflegt, Duschen und WC’s – der kleine Luxus. Eis und Getränke gibt es auf der Rheinterrasse. Große Bäume spenden Schatten.  Wer es heiß und hart mag, knallt sich auf die Betonstufen direkt am Wasser.

Der Blick in Richtung neue Rheinbrücke und vom Wasser aus auch unter ihr durch, hinüber zum Rheintorturm und zum Pulverturm ist frei. Auf der Fahrradbrücke stürzen sich die Brückenspringer in den Seerhein.

Die Wassertemperatur beträgt aktuell 21 Grad. Wer Zeit hat, sollte die Woche vielleicht nach dem Lesen des Blogs mit einem Ausflug ins Rheinstrandbad beginnen.

Drei Eintritte sind noch auf  meiner Karte aus der vorletzten Saison. In der letzten war ich gar nicht da.

Noch vor der Sommerpause hat auch der Überlinger Gemeinderat – so wie zuvor zum Beispiel schon der Konstanzer – eine Resolution gegen Fracking beschlossen.

Schon seit mindestens einem Jahr dauert am Bodensee der Widerstand gegen die unkonventionelle Methode der Erdgasgewinnung, die hier noch nicht wirklich angefangen hat und bei der auch Chemikalien in den Boden gepresst werden, um Erdgas freizusetzen, das durch Risse nach außen strömt.

Am Bodensee geht es vorerst nur um Erkundungen und noch nicht einmal um Probebohrungen.

In den USA ist man schon weiter. Die amerikanische Öl- und Gasindustrie hat nun einen Film finanziert. Er trägt den Titel „Truthland“ und ist eine Reaktion auf den Film „Gasland“ von 2010. In dem für den Oscar nominierten Film „Gasland“ ging es um Sicherheitsrisiken beim Fracking. Das letzte Wort hat die Industrie aber mit „Truthland“ nicht: Der Film „Gasland 2“ ist bereits in der Mache. Das berichtete unter anderem das Magazin „Der Spiegel“.

Starten Sie gut in die neue Sommerwoche!

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