Guten Morgen Bodensee!

Von Waltraud Kässer

Heute erwartet uns wieder ein ziemlich sonniger Tag mit Temperaturen von knapp 30 Grad. Sprechen wir an so einem Tag  über Straßenmusik.

Reden wir also über Lärm. Die erste Frage, die nach einer anfangs schlaflosen Nacht in Konstanz zu beantworten wäre, lautet: Wie lange ist Straßenmusik in der Nacht erlaubt? Die zweite Frage, die zu klären ist: Wie laut darf Musik sein und die dritte wäre, was ist überhaupt Musik?

Wenn Menschen, die in der Stadt wohnen selbst bei geschlossenen Fenstern an einem warmen Montagabend so genannte Straßenmusik inklusive Mitgegröle Alkohol Trunkener zwangsweise und auch noch wesentlich länger als nur wenige Minute mit anhören  müssen, kann es nicht mit rechten Dingen zu gehen. Auch Kneipenöffnungszeiten bis Mitternacht sind kein Freibrief.

Zu klären wäre, ob die städtische Umweltschutz- und Polizeiverordnung nur für den Herosépark und die Seestraße gilt oder auch in Ansätzen für die Innenstadt?

Auch in den vergangenen Jahren gaben Straßenmusiker ihre Freiluftkonzerte. Die Qualität in diesem Sommer ist aber leider miserabel. Vor lauter Deutschland sucht den Superstar und jeder darf ein Mal, egal, wie peinlich es wird, fühlen sich mittlerweile auch die Untalentiertesten zur Straßenkunst berufen. Wo sind bloß die Musikstudenten aus St. Petersburg geblieben?

Übertroffen werden die Straßenmusiker nur noch von Straßenkünstlern wie „Jedi-Meister Yoda“, der scheinbar schwebend nur auf einen Stock gestützt tagelang an der Ecke Rosgartenstraße und Kanzleistraße hockte. Schwebende Künstler, die alle das selbe Kostüm tragen, gibt es anscheinend in jeder Stadt.

Was nicht zu sehen ist, die Figur hockt auf einem Sitz und ein Gestell führt durch den Ärmel. Die ganze Performance wird von einer schweren Platte, die als Gegengewicht fungiert, gehalten. Um es anschaulich zu machen und zu illustrieren verlinken wir heute auf BILD, eine Zeitung, mit der wir uns nie öffentlich zum Beispiel in einem Straßencafé sitzend zeigen würden, die gelegentlich aber doch zur Aufklärung beitragen kann.

Wir fragen uns: Wo sind bloß die Feuerschlucker und Jongleure geblieben?

Apropos Aufklärung. Zur Aufklärung beitragen möchte auch CDU-Stadtrat Alexander Fecker, angesichts der Empörung der Initiative Chérisy. Er schrieb in einer Mail: „Ich war als Vertreter der Fraktion ohne Stimmrecht im Preisgericht. Das Preisgericht entschied 1. Preis, 2 x 3. Preis. Der Investor sagte ausdrücklich mit Zustimmung des Preisgerichtes, dass er mehrere Varianten zur Abschätzung der Wirtschaftlichkeit benötigt. Den 1. Preis also nur bei Wirtschaftlichkeit ausführen kann. Hierüber herrschte Einvernehmen.“

Ansonsten heute Morgen noch ein Hinweis in eigener Sache. In dieser Woche gibt es erst einmal kein „Guten Morgen“ mehr. Ich bin dann erst mal weg.

Starten Sie gut in den Dienstag!

Ein Kommentar to “Guten Morgen Bodensee!”

  1. Anke Schwede
    14. August 2012 at 14:49 #

    Hallo Frau Kässer,
    wenn man der website „competitionline“ trauen darf, irrt hier Alexander Fecker. Es gab bei dem ausgelobten Wettbewerb „Studentenwohnen im Cherisy-Areal Josef-Belli-Weg, Konstanz“ nicht nur einen ersten Platz und zwei dritte Plätze, wie in seiner e-mail bzw. Ihrem Beitrag dargestellt wird, sondern vielmehr folgende Preisträger:

    1. Preis (zwei Preisträger)
    architekten linie 4 bächle meid bächle partner bda u n d Landschaftsarchitekten lohrer.hochrein

    2. Preis
    Architekturbüro Josef Prinz BDA

    3. Preis (zwei Preisträger)
    HHP – Hartwich-Huber-Poll Architekten GmbH u n d Schlude, Ströhle, Richter – Architekten BDA

    Unter http://www.competitionline.com können auch die jeweiligen Entwürfe aufgerufen und betrachtet werden.

    Mit freundlichen Grüßen
    Anke Schwede
    LINKE.Liste Konstanz

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