Guten Morgen Bodensee!

Von Waltraud Kässer

Eine neue Woche beginnt.  Es ist die letzte im August und es ist frisch  heute Morgen in Konstanz.  Vor uns auf dem Frühstückstisch liegt in Reichweite Erich Schütz Bodenseekrimi „Bombenbrut“ und Béla  Bolten „Codeworth Rothenburg“.  Beide Krimis möchten wir in diesem Sommer noch lesen.

Im Postfach fanden wir heute Morgen eine Mail mit folgendem Inhalt: „Ein Wochenende voller Sonne – ein (gutes) Buch….“, was aber wohl eher zynisch gemeint gewesen sein könnte. Obwohl wir selbst am Wochenende nicht am See weilten, gehen wir davon aus, dass es eben kein super Sommersonnenwochenende gewesen ist –  und auf gar kein Fall ein spannendes oder gar literarisch wertvolles  Buch.

„Gut, heute bin ich hier fast weggeflogen und das Buch war von emb…“, schrieb der Freund von der anderen Seite des Sees. Ihn hatte wohl die journalistische Neugier angetrieben. Weshalb sonst hätte er auch zu jenem Buch greifen sollen?

Wir kennen die Autorin übrigens persönlich. Auch sie wohnt am Bodensee. Wir haben sie als mittelmäßige Vielschreiberin in Erinnerung, die bisher die Spalten der geschätzten Heimatzeitung füllte.

Der Freund schrieb in seiner Mail weiter: „Falls es nochmal sonnig wird, hab ich mir das Telefonbuch von Bielefeld bestellt.“ Auch das ist, wie wir meinen, eine Buchkritik, kurz und unbedingt aussagekräftig.

Wir mussten schmunzeln. Hatte sich doch gerade erst kein Geringerer als Axel Hacke, des Themas Regionalkrimi angenommen.  Viel hinzuzufügen gibt es da nicht mehr und zum Trost haben wir ihn heute Morgen dem Freund auch gleich zurückgemailt und denken uns heimlich, dass wir auch weiterhin kein Buch schreiben möchten.

Streng genommen gibt es ja Menschen, die nicht mal den berühmten Allgäu Krimis und Herrn Kluftinger etwas abgewinnen können. Ich persönlich habe einen einzigen gelesen und ziehe einen echten Thriller oder auch Axel Hackes Kolumnen vor.

Echt geschockt waren wir aber, als wir ausgerechnet in der Buchhandlung Osiander in Konstanz  noch vor dem Wochenende direkt neben der Kasse einen ganzen Stapel jenes Buches entdeckten, das der Freund so verrissen hat.

Bei solchen stapelweisen Empfehlungen sollten wir also noch vorsichtiger sein.

Béla  Boltens „Codeworth Rothenburg“, ist übrigens kein Bodenseekrimi, obwohl der Autor am Bodensee wohnt. Wir werden es bald mal lesen und ein bisschen drüber sprechen. Bis wir freiwillig das Telefonbuch von Bielefeld bestellen müssen, dauert es zum Glück noch.

Starten Sie gut in die neue Woche!

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