Guten Morgen Bodensee!

Kolumne aus der Flachwasserzone

Heute möchten wir über ein kleines Missgeschick, offene Grenzen, einen vermeintlich gestohlenen BMW und W-LAN in der Wollmatinger Halle sprechen. Zuerst müssen wir aber einen dringenden Hinweis in eigener Sache los werden. So wie es aussieht haben wir wieder mal etwas vermasselt

Es ist ja so, dass es in unserer mit WordPress gebastelten Onlinezeitung im Unterschied zu gedruckten Zeitungen keinen klassischen Aufmacher gibt. Wenn wir einen Beitrag also besonders wichtig finden und möchten, dass er nicht zu schnell zu weit nach unten rutscht, tricksen wir einfach ein bisschen und ändern kurz das Datum. Der Beitrag taucht dann wieder weiter oben auf der Seite auf. Was wir bisher nicht bedacht haben: Die URL ändert sich und, wer den Beitrag verlinkt hat und den Link anklickt, bekommt dann eine Fehlermeldung. Falls Sie sich jetzt spontan fragen sollten, wem das aufgefallen ist? Wir sagen nur: Unserer Lieblingsinformatikerin selbstverständlich. Wir sehen aber glücklicherweise einem kleinen privaten Nach-Barcamp, einer Session zur Optimierung unserer Seite in jeglicher Hinsicht entgegen…

Apropos Missgeschick: Am Tag nach Fronleichnam parkte eine Schweizerin ihren BMW mit Züricher Kennzeichen vermeintlich in Konstanz. Als sie zu ihrem Wagen zurückkehren wollte, fand sie den BMW nicht mehr wieder. Die 61-Jährige wandte sich an die Konstanzer Polizei, die das Auto aber auch nicht finden konnte. Konnte sie freilich auch nicht: Denn die Schweizerin hatte den BMW in Kreuzlingen geparkt. Dort bekam das Auto von der Stadtpolizei zuerst ein Knöllchen. Weil das Auto tagelang samt Knöllchen auf dem selben Parkplatz stand, leitete die Stadtpolizei den „Vorgang“ schließlich an die Kantonspolizei weiter. Offenbar arbeiten die Polizei in Kreuzlingen und in Konstanz nicht nur beim Bodensee Tatort zusammen. Am Montag teilte die Konstanzer Polizei jedenfalls mit, dass das Auto wieder gefunden worden ist. So wie es aussieht, haben offene Grenzen aber anscheinend nicht nur Vorteile…

Berichten möchten wir ferner von dem Beginn einer wunderbaren Freundschaft. Die „schöne Wollmatinger Halle mit der hervorragenden Infrastruktur“ hat die Piratenpartei so sehr begeistert, dass die Halle sogar in einer Pressemitteilung Erwähnung fand. Die Halle bot offenbar den „passenden Rahmen“ für den Landesparteitag der jungen Partei. „Von Bühne über Ton- und Lichtanlage, sowie eine Küche, bis hin zu Übernachtungsmöglichkeiten ist alles vorhanden“, schwärmten die Piraten. Ein ganz besonderes Lob gab es übrigens für Oliver Wütherich, den Hallenwart. In der Pressemitteilung hörte sich das wie der Beginn einer wunderbaren Freundschaft an…

Einziges Problem, um den Internetzugang und das W-LAN-Netz für die etwa 130 Laptops musste sich der Kreisverband der Piraten selbst kümmern. Der Kreisverband der Piraten wünscht sich nun von der Stadt Konstanz, dass sie sich vielleicht dazu entschließen könnte, die Mehrzweckhallen mit einer Internetverbindung auszustatten. Bis DSL lief, mussten die Piraten etwa fünf Arbeitstage investieren. Die Jusos, die am Sonntagnachmittag beim Piraten-Parteitag vorbei schauten, hätten sicher nichts dagegen. Sie waren bei ihrer Landesdelegiertenkonferenz nach einer Panne in der Allmannsdorfer Halle vor wenigen Wochen sogar ganz ohne W-LAN. Die Jusos seien am Sonntag wahrscheinlich zu den Piraten gekommen, weil sie in Wollmatingen wenigstens einmal in einer Halle ins Internet gekommen seien, flachste Landtagskandidatin Ute Hauth, die sich in Wollmatingen um die Orga des Parteitags und auch um W-LAN gekümmert hatte. Doch Vorsicht, Piraten, die SPD ist eine moderne Partei und kommuniziert nicht etwa mit Vuvuzelas. Die Anregung der Piraten geben wir ansonsten aber gern an die Stadt weiter.

Bleiben Sie unbedingt online und kommen Sie auch sonst gut durch den Dienstag!

Waltraud Kässer

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