Guten Morgen Bodensee!

Kolumne aus der Flachwasserzone

Heute möchten wir uns noch einmal kurz der von der Feuerwehr vor zwei Tagen aus einer Felswand bei Überlingen geretteten Hündin und anschließend noch dem Einkaufen in Konstanz widmen…

Beginnen möchten wir mit unserer Tiergeschichte, weil Leser Tiergeschichten mögen. In Zusammenhang mit der dramatischen Rettung der 13 Monate alten Hündin Balou haben wir ausnahmsweise nur Erfreuliches zu berichten und wir wollen sehr gern alle Tierfreunde teilhaben lassen. Es ist so: Die Hündin ist nach ihrer Rettung wohl auf, schläft viel und Frauchen wird noch nicht einmal eine Rechnung von der Überlinger Feuerwehr für den Drehleiter-Einsatz erhalten. Das haben wir gestern noch recherchiert und es ist gut so.

Hündin Balou ist, wie wir gestern von der Hundebesitzerin erfahren haben, eine spanische Jagdhündin, genauer eine Podenco. Entlaufen war die Hündin ihrer Besitzerin schon am späten Sonntagabend. Als Frauchen mit Balou am See spazieren ging, klackten im Sturm zwei Boote zusammen, so dass die Hündin, die erst wenige Tage bei ihrer neuen Besitzerin war, erschrak und das Weite suchte. Balou sei aus dem Brustgeschirr geschlüpft.

Als die Jagdhündin drei Tage später von der mit Tatütata heran brausenden Freiwilligen Feuerwehr in 25 Meter Höhe am steil abfallenden Fels aus Bergnot gerettet wurde, war Balou anscheinend ziemlich aufgelöst und verängstigt. Deswegen begrüßte sie ihren Retter in Uniform denn auch nicht Schwanz wedelnd, sondern schnappte erst einmal zu. Da der Feuerwehrmann Handschuhe trug, blieb der Zwischenfall laut Frauchen glücklicherweise aber ohne Folgen.

Bezahlen muss die Hundehalterin für den Feuerwehreinsatz zum Glück nicht. Denn auch die Rettung von Tieren in Not zählt offenbar zu den Pflichtaufgaben der Feuerwehren. Das bestätigte die Freiwillige Feuerwehr Überlingen gestern See-Online. Wir finden, das hat doch etwas sehr Tröstliches: Tiere werden im Notfall also genauso gut behandelt wie Menschen, die Hilfe nötig haben.

In Konstanz stehen die Zeichen Mitte Juli eindeutig auf Ferien. Nein, nicht dass wir persönlich derzeit Urlaub am Bodensee machen würden. Die Stadt füllt sich aber so langsam und wer durch die Fußgängerzone von A wie Alantura am Fischmarkt zum Beispiel nach B wie Bratwurst in der Rosgartenstraße gehen will, muss sich auf stockenden Verkehr und längere Wartezeiten an Verkaufstheken einrichten. Offenbar ist es in der Sommerfrische so, dass bei Einkäufen länger gezögert wird als sonst und der Familienrat tagt, bevor die Entscheidung zum Kauf von zum Beispiel zwei Wienerle für die Kinder fällt. Selbst beim Erwerb von zwei Eiskugeln in der Tüte bedarf es gelegentlich eingehender Beratung durch den Eisverkäufer. Wenigstens ging es in der Metzgerei beim Grillgut gestern dann aber zügig voran. Insofern dürfte dem Grillen auf der Dachterrasse heute Abend – abgesehen von plötzlich aufziehenden Unwettern – nichts mehr im Wege stehen.

Zum Thema Grillen möchten wir nur noch eine allerletzte kleine Bemerkung machen. Nicht nur die Jugendlichen in Konstanz wollen im Sommer am Wasser grillen, sondern auch die Jugendlichen in Überlingen träumen von einer Grillstelle am See. Das haben Vertreter des Überlinger Jugendforums in dieser Woche dem Gemeinderat ihrer Stadt und der Oberbürgermeister so erklärt. Zwei von ihnen bevorzugte Stellen am Ufer haben sie vorgeschlagen. Interessant fanden wir allerdings wie die jungen Überlinger auf die Plätze gekommen sind. Sie hätten sich Überlingen einfach einmal mit Google Earth angeschaut und so gesehen, welche Plätze in Frage kommen. Die Jugendlichen radeln also nicht etwa am Ufer entlang. Sie gehen ins Internet.

Ansonsten möchten wir Sie heute nicht länger und schon gar nicht mit persönlichen Geschichten aufhalten. Wir wollen  ja vermutlich alle möglichst schnell an den See und ins nahende Wochenende aufbrechen.  Nur das noch: Die Radolfzeller Ex-Bürgermeisterin Isabel Fezer (FDP) ist zur Bürgermeisterin in Stuttgart gewählt worden und  Sängerin Pink ist laut Medienberichten bei einem Auftritt in Nürnberg von der Bühne gestürzt. Größere Verletzungen erlitt die 30- Jährige US-Amerikanerin offenbar nicht. Sie wurde ins Krankenhaus gebracht, konnte es  aber wieder verlassen.  Möglicherweise könnte aber Pink in Salem ausfallen…+++Fällt aber nicht aus.

Kommen Sie gut durch den Freitag!

Waltraud Kässer

Wir freuen uns über Ihren Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Hinterlassen Sie hier Ihren Kommentar. Bleiben Sie bitte nett. Ihre E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.