Guten Morgen Bodensee!

Kolumne aus der Flachwasserzone

Alle sprechen übers Wetter. Wir heute nicht. Wir ziehen es vor die aktuellen Wassertermperaturen im Rhein, am Freibad Horn und in Wallhausen zu vermelden. Im Rheinstrandsbad wurden 19 und in den beiden anderen Bädern 20 Grad gemessen. Dazu noch ein bisschen Sommersonne und in Konstanz und am ganzen Bodensee wäre wieder Badewetter.

Das wiederum würde das Leben erleichtern. Statt bummeln zu gehen, könnten Familien wieder im Strandbad ihre Decken auslegen, die Kekse auspacken und den Kleinen die Schwimmflügelchen anziehen. Für die Nerven von Eltern, aber nicht nur von Eltern wäre das nicht schlecht. Minutenlange Diskussionen darüber, welchen Wrap mit welcher Füllung gekauft werden soll, würden in der Stadt entfallen, weil ja alle schnell an den See wollten. Sie wissen schon, wir sprechen von den gefüllten gewickelten dünnen Fladenbroten, die eigentlich aus der Tex-Mex-Küche kommen, die hip sind und die es auch in der Nordsee und beim Bäcker im Lago gibt.

Trotzdem ist es schön, in Konstanz zu wohnen. Wir könnten sogar fragen, was haben Städte wie Hamburg, Konstanz und Freiburg gemeinsam? Es sind die Lebensbedingungen. Die Konstanzer leben in ihrer Stadt genauso gern wie die Hamburger oder Freiburger in ihrer. Infrastruktur, Lebensumfeld und Lebensqualität werden von den Menschen positiv bewertet. Das geht aus der Publikation „Urban Audit: Lebensqualität aus Bürgersicht – Deutsche und europäische Städte im Vergleich“ hervor.

Ansonsten ist ja auch vieles einfach eine Frage, wie wir es betrachten. Ist das Glas halb voll oder halb leer? Gestern haben wir gelesen, dass das schlechte Wetter dazu geführt, dass einige Aufführungen der Oper Aida unter freiem Himmel auf der Bregenzer Seebühne vorzeitig abgebrochen und ins überdachte Festspielhaus verlegt werden mussten. Bei einem Drittel der Aufführungen war es so. Das heißt doch aber, dass von den bisher rund 55.000 Besuchern zwei Drittel ihre Aida auf der Seebühne angucken konnten.

Kommen Sie gut durch den Dienstag!

Waltraud Kässer

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