Hafeneinfahrt Friedrichshafen: Martin Hahn besorgt wegen Warnungen von Bodensee-Kapitänen

Katamaran von Verlandung mit betroffenFriedrichshafen. Bodensee-Kapitäne warnen. Die Politik hört: Martin Hahn (Grüne), Landtagsabgeordneter für den Bodenseekreis, weist die Bodensee-Hafen-Gesellschaft darauf hin, dass sie einen Förderantrag beim Land stellen sollte, um so möglicherweise einen Zuschuss fürs Ausbaggern der Friedrichshafener Hafeneinfahrt erhalten zu können. Dies haben Recherchen Martin Hahns in Stuttgart ergeben. „Bewilligen kann ich als Abgeordneter einen Zuschuss selbstverständlich nicht, aber die Bodensee-Hafen-Gesellschaft sollte zumindest alles versuchen.“

Kapitäne sehen Unfallgefahr

Mehrfach hatten in den vergangenen Wochen Bodensee Kapitäne auf Probleme im Friedrichshafener Hafen aufmerksam gemacht. Die Hafeneinfahrt von Friedrichshafen ist für die Kapitäne auf dem Bodensee zuletzt immer mehr zum Problem geworden. Die Fahrrinne vor dem Hafen ist nach Aussage der Kapitäne immer enger geworden. Große Schwierigkeiten bereitet die Verlandung des Sees vor der Einfahrt mittlerweile der Fähre Friedrichshafen-Romanshorn, der Katamaran-Linie zwischen Friedrichshafen und Konstanz sowie den Kursschiffen. Martin Hahn erklärt: „Als Abgeordneter des Bodenseekreises habe ich die Klagen der Kapitäne und die Warnung vor einem größer werdenden Unfallrisiko zum Anlass genommen, in Stuttgart nachzuhaken.“

Verkehrsministerium außen vor

Die Situation stellt sich aktuell so dar: „Das Verkehrsministerium sieht das Land nicht in der Pflicht, die Hafeneinfahrt auf Kosten des Landes auszubaggern“, erklärt Martin Hahn. „Für Fragen der Gewässerunterhaltung und zur Entscheidung von Streitigkeiten über die Trägerschaft bei Gewässerunterhaltung ist allerdings das Umweltministerium als oberste Wasserbehörde zuständig“, so Martin Hahn weiter.

Auch Hafenbesitzer müsste Hafen ausbaggern

Nach Ansicht des Verkehrsministeriums besteht keine Unterhaltungslast des Landes für die Hafeneinfahrt. „Die Bodensee-Hafen-Gesellschaft ist nach Auskunft aus dem Verkehrsministerium aber ebenfalls nicht verpflichtet, die Hafeneinfahrt auszubaggern“, so Martin Hahn. Der Abgeordnete weiter: „Sie könnte dieses aber tun, wenn es in ihrem Interesse liegt, müsste dann aber die Kosten tragen, so die Auskunft, die ich in Stuttgart erhalten habe.“

Förderung durch Land möglich

„Wegen der verkehrlichen Bedeutung des Hafens Friedrichshafen könnte eine Förderung des Ausbaggerns durch das Land aber dennoch in Betracht kommen“, so Martin Hahn. Das weitere Vorgehen müsste, sofern es einen Förderantrag gibt, in Abstimmung zwischen dem Verkehrsministerium und dem Umweltministerium geklärt werden. „Der Bodensee-Hafen-Gesellschaft ist auf jeden Fall anzuraten, einen entsprechenden Förderantrag zu stellen“, erklärt Martin Hahn. Schließlich ist der Hafen ist Ausgangspunkt für die Fährverbindung nach Romanshorn und die Katamaranverbindung nach Konstanz und zudem ein Haltepunkt für die Kursschiffe. „Bislang hat die Bodensee-Hafen-Gesellschaft jedoch keinen Förderantrag gestellt“, so Martin Hahn.

Foto: Katamaran-Reederei

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