Hagnau fürchtet Flaschenhals der B 31 im Bodenseekreis zu werden

Bürgermeister Simon Blümcke hält an Planungsfall 7.5 fest – Nach Priorisierung Angst vor dem Stau vor Hagnau

Bodenseekreis. Hagnaus Bürgermeister Simon Blümcke fordert Einigkeit zum Weiterplanen der B 31. Blümcke hält am Planungsfall 7.5 fest. Er fürchtet, dass Hagnau der Flaschenhals wird und lange Staus vor Hagnau.

Termine für B 31 Bau erfreulich

In einer Pressemitteilung schreibt Simon Blümcke: „Die gute Nachricht, dass durch die Priorisierung sämtlicher planfestgestellter Bundesfernstraßenbaumaßnahmen der Bodenseekreis mit der Umgehung der beiden Teilabschnitte des Planungsfalls 7.5 von Friedrichshafen bis Immenstaad/EADS und Überlingen bis Nußdorf so weit vorne abgeschnitten haben, ist sehr gut für die Region.“ Erstmals wurden Termine für den Baubeginn in 2014 und 2016 genannt, so der Bürgermeister.

Flaschenhals Hagnau

Damit werde die B 31 zwischen wichtigen Autobahnen in Ost und West fast durchgängig ausgebaut. „Der Flaschenhals in Hagnau bleibt aber bestehen und wird eine Wirkung verschärfen“, erklärte ein äußerst besorgter Bürgermeister Simon Blümcke. Er sei froh und dankbar, dass sich der Landrat des Bodenseekreises Lothar Wölfle sowie die beiden Landtagsabgeordneten Martin Hahn und Ulrich Müller sofort an den Landesverkehrsminister Winfried Hermann gewandt hätten, damit für die Engstelle Hagnau rasch eine Lösung gefunden werde.

Region brauche B 31 Lösung in Hagnau

Bürgermeister Blümcke warnte eindringlich davor, bei dem Verkehrsproblem Hagnau den Kopf in den Sand zu strecken und sagte: „Es ist vollkommen egal, ob die Engstelle einen Meter oder 10 Kilometer lang ist – der Stau vor dem Nadelöhr ist immer gleich lang und wird alle positiven Bemühungen von Bund und Land westlich und östlich Hagnaus entwerten – die Lösung für Hagnau ist eine Lösung für die Raumschaft“.

Einigkeit der Akteure gefordert

Erfreut zeigt sich Blümcke, dass der Landesverkehrsminister Hermann die Dringlichkeit einer Lösung für Hagnau grundsätzlich anerkenne und so viele Akteure aus der Raumschaft an einem Strang ziehen. „Da wollten wir immer hin – ohne Einigkeit vor Ort wird die Herkulesaufgabe niemals gelingen. Schuldzuweisungen, Vergangenheitsbewältigung und ein Jeder-fordert-was-er-will ist kontraproduktiv und muss nun vorbei sein“, erklärte ein entschlossener Hagnauer Bürgermeister.

Favorisiert Planungsfall 7.5

Einig seien sich Landrat Wölfle, die beiden Landtagsabgeordneten, Verkehrsminister Hermann und der Hagnauer Bürgermeister – so der Tenor sämtlicher aktueller Schreiben – dass nun der Konsens in der Raumschaft gesucht und fixiert werde. Blümcke wörtlich. „Hier unterstützt Bürgermeister Simon Blümcke den klaren Kurs des Landtagsabgeordneten Ulrich Müller.“ Der Planungsfall 7.5 stelle den größtmöglichen Konsens in der Raumschaft dar – ob und wie er ergänzt und verbessert werden könnte, sollte nun nicht durch einzelne Resolutionen und Vorfestlegungen geschehen, sondern das Ergebnis der von Minister Hermann ins Spiel gebrachten „frühzeitigen Bürgerbeteiligung“ sein.

Höchste Dringlichkeit des Abschnitts Hagnau

Für Blümcke steht fest: „Alle Betroffene müssen rasch an einen Tisch und auf Grundlage des Planungsfalls 7.5 eine tragfähige Lösung für das dringlichste Verkehrsproblem der Region, die Ortsdurchfahrt der B 31 in Hagnau, finden“. Geschehe das nicht und der Teilabschnitt um Hagnau werde in der von Minister Hermann angekündigten Priorisierung, der noch nicht geplanten, aber vom Bund in der höchsten Dringlichkeit eingestuften Abschnitte, durch regionalen Dissens nach hinten rutschen, drohe der Verkehrsinfarkt im Kreis – trotz der Umsetzung der beiden bereits planfestgestellten Abschnitte.“

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