Haircut and more: Friseure im Bodenseekreis gegen häusliche Gewalt

Initiative gegen Gewalt „Schneiden und Stoppen“ – Ansprache im Friseursalon

Bodenseekreis. Häusliche Gewalt gefährdet die Gesundheit und das Leben von europäischen Frauen im Alter von 16 bis 44 Jahren weit mehr als Krebs oder Autounfälle. Das behauptet Veronika Wäscher-Göggerle, Frauen- und Familienbeauftragte des Bodenseekreises. Die Friseure starten jetzt eine Aktion gegen Gewalt gegen Frauen.

Aktion „Schneiden und Stoppen“

Von häuslicher Gewalt betroffene Frauen trauen sich oft nicht, Hilfe zu holen oder wissen nicht, an wen sie sich wenden können. Eine neue Initiative soll jetzt betroffenen Frauen diese Wege aufzeigen: Unter dem Motto „Schneiden und Stoppen“ helfen die Friseur-Innung und die Kreishandwerkerschaft im Bodenseekreis, Aufklärung zu häuslicher Gewalt zu leisten.

Cut and Info

Gemeinsam mit der Frauen- und Familienbeauftragten des Bodenseekreises will die Friseur-Innung die Opfer häuslicher Gewalt dort informieren und ermutigen und sie da ansprechen, wo die meisten Frauen hingehen, in den Friseursalon. Eine im Salon ausliegende Broschüre soll die Kundinnen über häusliche Gewalt informieren und Beratungsangebote aufzeigen. Daneben sollen Aufkleber an den Eingangstüren auf die Initiative „Schneiden und Stoppen“ aufmerksam machen. Hinter der Aktion stehen Veronika Wäscher, Frauen- und Familienbeauftragte im Bodenseekreis, Georg Beetz, Geschäftsführer Kreishandwerkerschaft Bodenseekreis, Helmut Bosch, Innungsmeister der Friseur-Innung Bodenseekreis, Petra Schabert, Grafikerin, und Anja Köhler, Fotografin.

Foto: Dieter Schütz PIXELIO www.pixelio.de

6 Kommentare to “Haircut and more: Friseure im Bodenseekreis gegen häusliche Gewalt”

  1. Ute Hauth (Kandidatin Piratenpartei)
    16. Februar 2011 at 13:47 #

    Tolle Aktionsidee, ich drücke die Daumen, dass damit die Aufklärung und das -sich Hilfe holen- für viele leichter wird.

  2. Olivia
    17. Februar 2011 at 15:28 #

    Tolle Idee. Vielleicht könnte man dort auch WHITE RIBBONS verteilen – das Zeichen gegen Gewalt an Frauen von http://www.whiteribbon.at ?

    Olivia

  3. Lothar Herzog
    17. Februar 2011 at 16:45 #

    Olivia
    Und wieviele Frauen verprügeln ihre Männer. Immer nur über
    Frauenhäuser reden. Gibt es Männerhäuser?
    Ihr Damen redet immer vom Müttergenesungswerk. Gibt es auch
    ein Vätergenesungswerk?
    Jetzt wollen wir auch mal die Gleichberechtigung.

  4. Sibylla Kleffner
    17. Februar 2011 at 23:46 #

    Eine wirklich gute Idee, denn beim sanften Massieren der Kopfhaut ist es auch leichter, mal sein Herz auszuschütten, und das tut ja schon so gut. Und wenn dann auch noch offene Ohren da sind …

    Natürlich sind auch „Männer in Not“! Ich denke, es sind weniger, aber diejenigen, die in Not sind, sind es genau so intensiv wie die Frauen. Warum nimmt nicht jeder mit jedem Kontakt auf? Sind nicht alle Betroffene „Menschen in Not“? Warum können wir nicht gemeinsam uns helfen?

  5. Fred
    2. März 2011 at 19:48 #

    Lothar
    Es gibt Männerhäuser (z.B. in Berlin). Sie bilden sich aufgrund der Nachfrage durch Männer, ähnlich wie Frauenhäuser dort entstehen, wo erhöhter Bedarf besteht.
    Auf der Seite kur.org finden Sie Informationen zu Vater-Kind-Kuren.
    Wir leben im 21. Jahrhundert. Die Gleichberechtigung haben wir bereits.
    Aber ein Recht nutzt nichts, wenn wir es nicht in Anspruch nehmen.

  6. Lothar Herzog
    2. März 2011 at 20:04 #

    Hallo Fred!
    Danke für die Informationen. Mein Kommentar war aber
    eigentlich mehr als Spass gedacht.
    Trotzdem is OK. Habe ich nicht nötig. bin glücklich verheiratet.
    Hat meine Frau gesagt soll ich schreiben.

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