Heiligabend in Konstanz: Zwei Häuser massiv gefährdet

Nach dem Einsturz eines historischen Hauses sind zwei weitere Gebäude akut gefährdet – Bewohner angrenzender Häuser dürfen nicht in Wohnungen

Konstanzer Altstadt an HeilgabendKonstanz. Nach dem Großbrand in der Konstanzer Altstadt sind die Einsatzkräfte auch an Heiligabend noch mit massiven Abstützmaßnahmen beschäftigt. Nach dem Einsturz des Hauses Hussenstraße 1 am Donnerstagnachmittag sind die Häuser Hussenstraße 3 und Kanzleistraße 19 massiv einsturzgefährdet. Das teilten Stadt und Feuerwehr heute mit.

Bewohner können nichts aus Häusern holen

Das Haus Hussenstraße 5 ist zwar relativ unbeschädigt, kann aber zum Betreten bzw. zur Räumung erst freigegeben werden, wenn das Haus Hussenstraße 3 gesichert ist. Solange die Einsturzgefahr des Hauses Kanzleistraße 19 noch nicht endgültig abgewendet ist bleibt auch das Haus Kanzleistraße 17 gesperrt.

Fußgängerzone rund um eingestürztes Haus gesperrt

Für die Fußgänger ist der Bereich um das eingestürzte Wohnhaus nicht zugänglich. Die Wessenbergstraße ist ab dem „Kochlöffel“ gesperrt, der Obermarkt ab dem Seiteneingang zur „Malhaus-Apotheke“. Die Kanzleistraße bleibt ab dem Geschäft „Swiss Break“ gesperrt und die Hussenstraße ab dem Seiteneingang zum Rathaus.

55 Helfer Heiligabend im Einsatz

Am Tag nach dem Brand waren noch rund 55 Einsatzkräfte der Feuerwehr Konstanz, des THW, der Polizei und der Sanitätsdienste im Einsatz. Insgesamt 54 Personen sind durch den Brand obdachlos geworden. Sie konnten in Ausweichquartieren oder bei Bekannten und Familienangehörigen untergebracht werden. Aus Konstanz und aus ganz Baden-Württemberg haben sich bereits viele Menschen gemeldet, die den vom Brand Betroffenen Hilfe angeboten haben. Auch Dieter Bellmann, Geschäftsführer der Neuen Arbeit, sagte am Morgen des Heiligenabends beim Brandort in der Fußgängerzone in einem Haus in der Wollmatinger Straße sei gerade eine frisch sanierte Wohnung fertig geworden. Er biete sie der Stadt an.

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