Helios Kliniken signalisierten gegenüber Konstanzern Interesse

Nachgebesserter Wirtschaftsplan des Konstanzer Krankenhauses genehmigungsfähig

Konstanz (wak) Der nachgebesserte Wirtschaftsplan des Konstanzer Klinikums ist offenbar genehmigungsfähig. Eine erste Fassung hatte das Regierungspräsidium nicht genehmigt. Allerdings muss das Klinikum in diesem Jahr knapp 700.000 Euro und im kommenden Jahr 800.000 Euro an Personalkosten einsparen. Zum Thema einer möglichen Privatisierung des Klinikums wollte sich Oberbürgermeister Horst Frank bei einer Sondersitzung des Konstanzer Gemeinderats nicht äußern.

Sparen auch am Krankenhauspersonal

Rainer Ott, Geschäftsführer der Klinik, hatte einen so genannten „Maßnahmen“-Katalog erarbeitet, um dem Regierungspräsidium doch noch einen genehmigungsfähigen Wirtschaftsplan für dieses Jahr vorlegen zu können. Der Personalrat hatte sich zunächst teilweise übergangen gefühlt. Offenbar hat sich die interne Kommunikation aber wieder verbessert. Ab Mitte August soll eine Arbeitsgruppe darüber beraten, wie Hundertausende Euro an Personalkosten eingespart werden können.

Patient überlebt sicher noch 24 Monate

Eine Wirtschaftsberatungsgesellschaft kam zuletzt offenbar zum Schluss, dass, wenn die Konstanzer so wie angekündigt sparen, sie sich in den kommenden 24 Monaten keine Sorgen um das wirtschaftliche Überleben der Klinik machen müssen. Stadtrat Holger Reile wollte von OB Frank trotzdem konkret hören, ob es Gespräche mit den Helios Kliniken gebe. Der OB sagte dazu, dass er heute nichts anderes zum Thema sagen werde wie schon vor eineinhalb Jahren, wobei Frank nicht ausführte, was er damals genau gesagt hatte.

Helios signalisiert Interesse

Zuletzt hatte sich Helios auch in Konstanz wieder ins Gespräch gebracht, als der private Krankenhauskonzern die Konstanzer Stadträte mit persönlichen Einladungen zu einer Feier nach Überlingen gebeten hatte. Helios signalisiere dadurch Interesse, sagte ein SPD-Stadtrat. Auch ein anderer privater Träger habe sich gemeldet, so das Mitglied des Gemeinderats. Bis vor drei Jahren war auch das Überlinger Krankenhaus noch ein städtisches. Die Stadt war mit dem Haus der Regelversorgung aber schon damals finanziell überfordert und schloss 2007 einen Vertrag mit Helios. Das sei eine der besten Entscheidungen gewesen, an der er als Mitglied des Überlinger Gemeinderats beteiligt gewesen sei, sagte ein Überlinger FDP-Stadtrat See-Online in der vergangenen Woche.

Kreisweite Lösung oder Privatisierung

Im Kreis Konstanz dürfte entweder eine kreisweite Zusammenarbeit, die den Häusern das wirtschaftliche Überleben sichern könnte, oder aber eine Privatisierung der Kliniken bevorstehen. Zu diesem Schluss kam zumindest das Gutachten der Pricewaterhouse-Coopers AG für die Kliniken im Kreis Konstanz. Pricewaterhouse-Coopers ist eine führenden Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaften in Deutschland. Eine Privatisierung des Konstanzer Klinikum lehnen Konstanzer Stadträte derzeit vehement ab.

Foto: presse/http://www.helios-kliniken.de/

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