Heute Klinik-Holding Thema im Konstanzer Gemeinderat

Tausende Unterschriften für Erhalt der Kinderklinik – Standorte Singen und Konstanz müssen sich einigen

Klinikum KonstanzKonstanz. Der Konstanzer Gemeinderat kann heute den Weg für Verhandlungen über eine Krankenhaus-Kreislösung frei machen. Ziel einer Klinik-Holding ist es, dass Überleben der finanziell angeschlagenen Krankenhäuser im Kreis zu sichern und eine Privatisierung zu verhindern. Durch Kooperationen sollen Kosten verringert werden.

Entscheidung über Klinik-Verhandlungen

Die Verwaltung gibt den Mitgliedern des Gemeinderats einen Sachstandbericht und schlägt vor, die Geschäftsführung des Klinikum Konstanz und Bürgermeister Claus Boldt zu beauftragen, weiterführende Verhandlungen unter anderem mit der Hegau-Bodensee-Hochrhein-Kliniken GmbH zu führen.

Verteilung medizinischer Schwerpunkte

Grundlage der Verhandlungen ist ein vorliegendes Eckpunktepapier, das in einer nicht-öffentlichen Sitzung des Krankenhausausschusses bereits vorbesprochen und ergänzt worden ist. In dem Papier ist das medizinische Konzept grob skizziert. Ziel ist der Zusammenarbeit der Kliniken im Kreis Konstanz ist eine fachübergreifende, betriebswirtschaftlich ausgewogene und medizinisch konzeptionell abgestimmte Verteilung der medizinischen Schwerpunkte auf die beiden Standorte Konstanz und Singen.

Grundversorgung von Kindern ein Muss

Fest stehen dürfte, dass bei der Bildung einer Landkreis-Holding GmbH eine Grundversorgung in den Bereichen Innere Medizin, Unfallchirurgie, Chirurgie, Gynäkologie/Geburtshilfe und Kinderklinik an den Standorten Singen und Konstanz sichergestellt werden soll. Zuletzt hatten sich mehrere Tausend Konstanzer, unter ihnen viele Väter und Mütter, an einer Kampagne zum Erhalt der Kinderklinik beteiligt. Dass es in Konstanz auch weiterhin eine Kinderabteilung und eine Grundversorgung für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren in Konstanz geben soll, war aber auch zuvor unstrittig. Der Arzt und SPD-Stadtrat Jürgen Puchta sagte, es gehe zum Beispiel darum, ob an beiden Standorten jeweils ein Chefarzt nötig sei oder ob Konstanz und Singen in Zukunft mit einem gemeinsamen Chefarzt und einem leitenden Oberarzt am anderen Standort auskommen.

Foto: Klinikum Konstanz

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