Heute Nacht Feuer in Überlinger Altstadt: Großeinsatz dauerte bis 6 Uhr

Münsterstr (4)Überlingen. Kurz nach 2 Uhr am Dienstagmorgen wurde die Freiwillige Feuerwehr Überlingen zu einem Großbrand in die Überlinger Altstadt gerufen. Der Bewohner einer Dachgeschosswohnung eines Wohn- und Geschäftshauses in der Münsterstraße wurde durch Brandgeräusche geweckt und stellte fest, dass Teile des Daches in Flammen standen. Nachdem er über Notruf 112 die Feuerwehr alarmiert hatte, nahm er noch selbst Löschversuche vor, die aber erfolglos blieben. Die Feuerwehr verhinderte, dass sich das Feuer auf weitere Häuser ausbreitete. Zwölf Personen mussten sich in Sicherheit bringen. Verletzt wurde niemand.

Feuerwehr schnell am Brandort

Als wenige Minuten später der erste Löschzug an der Eisatzstelle eintraf, hatte sich der Brand nach Mitteilung der Feuerwehr im unteren Drittel der Dachfläche ausgebreitet und war über die Dämmung unterhalb der Ziegel nach oben gezogen.

Brandhaus und Nachbargebäude evakuiert

Insgesamt vier Wohngebäude mussten von Polizei und Feuerwehr geräumt und die Bewohner durch das Deutsche Rote Kreuz betreut werden, teilte die Polizei mit. Parallel zur Räumung des Brandobjektes und der angrenzenden Gebäude, bei der zwölf  Personen in Sicherheit gebracht wurden, nahm die Feuerwehr sowohl von innen als auch von außen einen massiven Löschangriff über zwei Drehleitern vor. Dadurch konnte ein Übergreifen der Flammen auf Nachbargebäude verhindert werden.

Zweite Drehleiter aus Markdorf im Einsatz

Zur Unterstützung der örtlichen Feuerwehrkräfte waren noch die Freiwillige Feuerwehr aus Uhldingen-Mühlhofen mit einer weiteren Drehleiter und aus Markdorf mit einem Gerätewagen Atemschutz im Einsatz.

Löschwasser aus dem Bodensee

Zur Wasserversorgung an der Einsatzstelle wurde über eine doppelte Leitung Wasser direkt aus dem rund 200 Meter entfernten Bodensee gefördert. Zur Brandbekämpfung sowie zur Riegelstellung in den Nachbargebäuden waren insgesamt 4 C-Rohre, 1 B-Rohr sowie zwei Wenderohre zweier Drehleitern im Einsatz.

Großeinsatz in der Nacht

Insgesamt waren 90 Einsatzkräfte der Feuerwehr, 18 Einsatzkräfte der DRK-Schnelleinsatzgruppe und des Rettungsdienstes sowie drei Streifenwagenbesatzungen der Polizei im Einsatz.

Schwelbrand nach Stunden erst gelöscht

Bereits knapp 30 Minuten nach Einsatzbeginn meldete Einsatzleiter Frank Weber „Brand unter Kontrolle“. Die Brandbekämpfung des Schwelbrandes, der nach wie vor großflächig unter der Dachhaut wütete, zog sich noch mehrere Stunden hin. Die Dacheindeckung musste hierzu in weiten Teilen entfernt werden.

Nachbarn konnten in Wohnungen zurückkehren

Gegen Morgen konnten die Bewohner der Nachbargebäude ihre Wohnungen wieder beziehen. Die Bewohner des Brandobjektes wurden durch Oberbürgermeisterin Sabine Becker, die ebenfalls an die Einsatzstelle gekommen war, in der Nacht in einem örtlichen Hotel untergebracht.

Um 6 Uhr war Einsatz beendet

Gegen 6 Uhr konnten die meisten Einsatzkräfte den Einsatz beenden, lediglich eine Brandwache blieb noch vor Ort. Das Brandhaus ist unbewohnbar.

Ursache des Feuers noch unklar

Die genaue Höhe des Schadens sind noch unklar. Ersten Schätzungen nach dürfte der Schaden jedoch mehrere Hunderttausend Euro betragen. Die Polizei bezifferte den Schaden mit 250.000 Euro. Wie die bisherigen Ermittlungen der Polizei ergaben, ist das Feuer durch einen auf der Terrasse der Dachgeschosswohnung fest installierten Heizstrahler entstanden, der vermutlich durch einen technischen Defekt den darüber liegenden Teil des Daches in Brand setzte. Das Feuer breitete sich anschließend über das gesamt Dach aus.

Münsterstr (2)

Fotos: Freiwillige Feuerwehr Überlingen

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