Hiobsbotschaft für Bahnfahrer

Deutsche Bahn spart am Ausbau von Strecken in der Fläche

Bodenseseekreis/Kreis Konstanz (wak) Dramatisch schlechte Nachrichten gibt es für Bahnkunden. Die Deutsche Bahn spart beim Ausbau von Strecken. Betroffen sind auch der Ausbau der ABS Stuttgart-Singen-Grenze, der Gäubahn, und die ABS Ulm-Friedrichshafen-Lindau. Auf dieser Strecke geht es um den zweigleisigen Ausbau und die Elektrifizierung. Offenbar sind beide Bahnen auf einer Streichliste der Bahn zu finden. Dass der Bahn Geld zum wichtigen Ausbau ihres Streckennetzes fehlt, berichtete heute die Süddeutsche Zeitung. Sie stellte auch eine Liste mit angeblich gefährdeten Bahnprojekten ins Internet.

Schlimmste Befürchtungen bewahrheiten sich

Vor allem Politiker und Bahnkunden in der Provinz hatten zuletzt davor gewarnt, dass der Bahn das Geld ausgehen könnte. Misstrauisch beäugten ganze Regionen denn auch das Milliarden teure Bahnprojekt Stuttgart 21. Peter Friedrich, SPD-Bundestagsabgeordneter aus dem Kreis Konstanz und Generalsekretär der baden-württembergischen SPD, hatte erst vor wenigen Wochen Bundesverkersminister Peter Ramsauer in einem offenen Brief eindringlich vor dem Aus vor Bahnprojekten im Land gewarnt. Meldungen über interne Streichliste der Deutschen Bahn seien Gift für das Milliardenprojekts Stuttgart 21 Gift, warnte Friedrich damals. „Insbesondere der Ausbau der Rheintalschiene Karlsruhe-Basel deren Bedeutung für den Güterverkehr sicher keine Erwähnung bedarf und der Ausbau der Südbahn Ulm-Lindau muss für die Zukunft finanziell abgesichert sein“, fordert Friedrich. Jetzt seinen sich seine schlimmsten Befürchtungen zu bewahrheiten. Auch die Strecke Karlsruhe-Basel findet sich auf der Liste im Internet. Auch die Appelle der Landtagsabgeordneten im Bodenseekreis – unter ihnen ist Ex-Verkehrsminister Ulrich Müller – verhallten offenbar ungehört. Sie hatten sich massiv für den Ausbau der Strecke Ulm-Friedrichshafen-Lindau eingesetzt.

Traum von Bodensee-S-Bahn ausgeträumt

Auswirkungen haben dürfte die Streichliste aber nicht nur für Bahnkunden. Fehlen leistungsfähige Strecken, ist es wahrscheinlich, dass mehr Verkehr auf den Straßen rollt. Zerplatz ist am Bodensee auch wieder der Traum von einer Bodensee-S-Bahn sowie einer schnelleren Verbindung nach München. Die gesamte Streichliste – die Verbindungen, die die Kreis Bodensee und Konstanz betreffen, sind offenbar nur wenige unter vielen – findet sich unter:

http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/855/505061/text/

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