Historiker Oswald Burger über Machtübernahme der Nazis in Überlingen

Historiker Oswald Burger

Historiker Oswald BurgerÜberlingen. Der Historiker und SPD-Stadtrat Oswald Burger erinnert in einem Vortrag an die Machtübernahme der Nazis nicht nur in Berlin, sondern auch in Städten und Gemeinden wie auch in Überlingen. Der Tag der Machtübernahme jährt sich in diesem Jahr zum 80. Mal. In Überlingen endete die Zeit der Demokratie am 17. März 1933 mit der Absetzung des Bürgermeisters Dr. Heinrich Emerich. Am Jahrestag erinnert Oswald Burger an die Ereignisse vor achtzig Jahren in einem Vortrag im Café aran im Rathauskeller. Er findet statt am Sonntag, 17. März 2013, um 11:00 Uhr.

Abschaffung der Demokratie

Hitlers Ernennung zum Reichskanzler am 30. Januar 1933 vollendete die Zerstörung der Demokratie in der Weimarer Republik. Gewaltenteilung und Grundrechte, Pluralismus und Pressefreiheit wurden abgeschafft. „Auch in allen Ländern und Gemeinden wurden in den folgenden Wochen die gewählten Amtsträger aus ihren Ämtern gedrängt und die demokratischen Strukturen aufgelöst“, schreibt Oswald Burger.

Absetzung des Bürgermeisters Emerich

In Überlingen wurde am 17. März 1933 der Bürgermeister der Stadt Dr. Heinrich August Emerich abgesetzt, der 1919 ins Amt gewählt und 1928 wieder gewählt worden war.

Nazi-Bürgermeister Spreng

Oswald Burger berichtet achtzig Jahre danach, wie sich die Nationalsozialisten auch in Überlingen breit machten, wie sie Emerich und dann auch seinen Stellvertreter Franz-Josef Hug aus ihren Ämtern drängten. Dr. Heinrich Emerich starb am 31. Mai 1933. Da war sein Nachfolger Dr. Albert Spreng bereits im Amt und die „Gleichschaltung“ aller Organisationen im Gang.

Enkel und Urenkel Emerichs kommen

Der Vortrag „Übernahme der Macht durch die Nazis in der Stadt Überlingen vor 80 Jahren“ findet am Sonntag, den 17. März 2013 um 11:00 Uhr im Café aran im Überlinger Rathauskeller statt, in dem Gebäude, wo Heinrich Emerich bis zum März 1933 wohnte und sein Amt ausübte. Bei der Veranstaltung werden die Enkel und Urenkel des aus dem Amt gedrängten Dr. Heinrich Emerich anwesend sein, die heute in Bregenz wohnen.

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