Hochwasser trifft Überlinger Partnerstadt Bad Schandau hart

Rathaus ÜberlingenÜberlingen. In der vergangenen Woche erreichte das Hochwasser erneut auch die Überlinger Partnerstadt Bad Schandau. Bad Schandau war wieder die erste deutsche Stadt, die das Elbhochwasser getroffen hat. Die Altstadt versank im Wasser. Die Überlinger möchten wie schon 2002 helfen. Die ersten Pumpen sind auf dem Weg in die Sächsischen Schweiz.

 

Höchststand schon am 6. Juni

In der vergangenen Woche erreichte das Hochwasser erneut auch die Überlinger Partnerstadt Bad Schandau. Die Elbe erreichte am Pegel Schöna in direkter Nähe zu Bad Schandau ihren Höchstand am Donnerstag vergangener Woche, 6. Juni, gegen 7 Uhr mit 10,65 Meter. Seither fällt der Wasserstand langsam.

Katastrophenalarm in der Region

Dramatisch war die Lage wie schon beim Hochwasser von 2002 auch in der vergangenen Woche wieder für die Elbkommunen in der Sächsischen Schweiz. Katastrophenalarm bestand im Landkreis Sächsische Schweiz für folgende Städte und Gemeinden: Bad Schandau, Reinhardtsdorf-Schöna, Rathmannsdorf, Königstein, Kurort Rathen, Pirna, Stadt Wehlen, Struppen und Heidenau. Abhängig vom Pegelstand mussten die Stromnetze abgeschaltet werden.

Partnerstadt unter Wasser

Zu den Orten die so wie in der Vergangenheit nun auch wieder in der vergangenen Woche am stärksten vom Hochwasser betroffen waren, zählt die Überlinger Partnerstadt Bad Schandau, mit der Überlingen dieses Jahr noch 20 Jahre Städtepartnerschaft feiert.

Rathaus nur mit Boot erreichbar

Schon 2002, 2006 und 2010 waren Elbe und Kirnitzsch über die Ufer getreten. Auch dieses Jahr erlebten die Menschen wieder eine Flutkatastrophe. Das Wasser stand Meter hoch in den Straßen. Pensionen, Läden und Cafés standen unter Wasser, während normalerweise in Bad Schandau im Juni die Hochsaison beginnt. Viele Hotels und Pensionen waren ausgebucht, doch die Betreiber mussten ihre Häuser schließen. Das Zentrum von Bad Schandau war seit Dienstag vergangener Woche nur noch im Boot zu erreichen.

Bürgermeister meldete sich

Bürgermeister Andreas Eggert aus Bad Schandau informierte gestern Oberbürgermeisterin Sabine Becker per Fax, dass auf dem Marktplatz das Wasser etwa 2,60 Meter hoch stand und außer der Grundschule alle öffentlichen Einrichtungen vom Hochwasser betroffen sind. Unter Wasser standen auch die Tourismuszentrale am Markt, Kirche, Rathaus und das Fünf-Sterne-Hotel Elbresidenz, das frühestens in einem Monat wieder öffnen kann. 60 Prozent der Bevölkerung in der Kernstadt mussten nach Angaben von Bürgermeister Eggert evakuiert werden. Ähnliche Situationen gab es auch in den Bad Schandauer Stadtteilen Postelwitz, Schmilka, Prossen und Krippen.

2002 halfen Überlinger aktiv

Bei der sogenannten Jahrhundertflut vom Sommer 2002 hatten die Überlinger ihrer Partnerstadt geholfen. Die Freiwillige Feuerwehr und das Technisches Hilfswerk waren vor elf Jahren in der Sächsische Schweiz im Einsatz, um den Menschen bei der Bewältigung der Flutkatastrophe zu helfen. Damals spendeten Überlinger Bürger knapp 180.000 Euro.

Hilfe der Stadt Überlingen 2013 läuft an

Trotz Stromausfall und Evakuierung des Rathauses in Bad Schandau steht die Überlinger Stadtverwaltung über Mobilfunk mit Bürgermeister Andreas Eggert in Bad Schandau und der dortigen Freiwilligen Feuerwehr in ständigem Kontakt. Die direkte Hilfe zum Abpumpen von Wasser und zum Beseitigen von Schlamm wurde am Wochenende nach Mitteilung der Stadt Überlingen zwischen den Feuerwehren in Bad Schandau und Überlingen abgestimmt. Am Montagnachmittag ist das erste Überlinger Feuerwehrfahrzeug mit drei Mann Besatzung und beladen mit fünf Pumpen (zwei Schmutzwasserpumpen, zwei Tauchpumpen und einer Tragkraftspritze Ts 8) sowie Werkzeug und Schlauchmaterial in Richtung Bad Schandau aufgebrochen. Am heute, am Dienstagmorge wird noch ein Mannschaftstransportwagen mit etwa vier Feuerwehrmännern Verstärkung nach Bad Schandau fahren.

Noch mehr Hilfe geplant

Weitere Hilfsaktionen nach dem Ablaufen des Wassers seien vorgesehen. Die Stadt Bad Schandau fragte bereits nach zusätzlicher Unterstützung durch die Überlinger Stadtverwaltung an. Auch diese Unterstützung werde gerade koordiniert und sich zum erforderlichen Zeitpunkt auf den Weg nach Bad Schandau machen, heißt es in einer Mitteilung der Stadt.

Soforthilfe Bad Schandau

Überlinger, die den Bürgerinnen und Bürgern der Partnerstadt finanziell helfen möchten, können das mit einer Spende auf ein Konto der Stadt Bad Schandau tun. Das Spendenkonto lautet: Stadtverwaltung Bad Schandau, Kto: 3 0000 300 17, Blz: 85050300 Bank: Ostsächsische Sparkasse Dresden, Verwendungszweck: „Fluthilfe 2013“ (muss unbedingt angegeben werden)

2 Kommentare to “Hochwasser trifft Überlinger Partnerstadt Bad Schandau hart”

  1. wawerek, christine
    12. Juli 2013 at 20:27 #

    ich hatte geburtstag und habe, statt Geschenke,um eine Spende fürHochwasseropfer gebeten.
    Nun habe ich 330€ und will sie einfach nicht einer großen Organisation geben. Meine Spende soll nach Bad Schandau und da zu jemanden, den esnicht nur sehr, sondern sehr sehr getroffen hat.
    Bitte helfen sie mir!
    c.wawerek

    • wak
      13. Juli 2013 at 09:48 #

      Guten Morgen, Sie könnten direkt im OB Büro in Überlingen nachfragen. Machen wir aber gern für sie. Wir melden uns wieder.

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