Hohes Bußgeld für überladene Brummis im Bodenseekreis

Firmen haben Lastwagen systematisch überladen um Transportkosten zu sparen

Bodenseekreis (wak) Schwere Vorwürfe erhebt die Polizei gegen mehrere Firmen im Bodenseekreis und den Nachbarkreisen. So sollen Lastwagen systematisch und fortgesetzt überladen worden sein, um Geld zu sparen. Das berichete die Polizeidirektion Friedrichshafen.

Mehr als 30 Prozent zu viel Ladung

Die Polizei spricht von systematischer und fortgesetzter Überladungen. Teilweise soll es mehr als 30 Prozent des zulässigen Gesamtgewichts gewesen sein. Dies hätten Beamte der Verkehrspolizei im Zeitraum von April bis August des vergangenen Jahres bei gezielten Kontrollen des gewerblichen Güterverkehrs im Bodenseekreis festgestellt.

13 Firmen in drei Landkreisen durchsucht

Aufgrund dieser Erkenntnisse beantragte die Verkehrspolizei in enger Zusammenarbeit mit der Bußgeldbehörde, dem Landratsamt Bodenseekreis, einen Durchsuchungsbeschluss und durchsuchte von August 2009 bis März 2010 insgesamt 13 Betriebe im Kreisgebiet sowie in den benachbarten Landkreisen Lindau und Ravensburg. Hierbei stellte die Polizei rund 20.000 Wiegescheine sicher oder beschlagnahmte sie. Nach Auswertung der Wiegescheine und anderer schriftlicher Unterlagen wurden gegen 21 Betriebe Bußgeldverfahren eingeleitet.

Acht Firmen erwirtschafteten mit Überladen 60.000 Euro

Bei weiteren acht Firmen waren die durch Überladungsfahrten erzielten Gewinne derart hoch, dass zusammen mit der Bußgeldbehörde eine Vermögensabschöpfung veranlasst wurde. Der Gesamtbetrag, den die Betriebe durch dieses ordnungswidrige Verhalten erwirtschafteten, beläuft sich nach Angaben der Polizei auf rund 60.000 Euro. Weil einige Überladungsfahrten, die von einer eigens eingerichteten Ermittlungsgruppe festgestellt wurden, allerdings bereits verjährt waren, konnten nicht mehr alle Fälle geahndet werden.

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