IG Metall will Liquidation der Bodanwerft verhindern

Keine rechtlichen Mittel zur Verhinderung der Entlassungen

Kressbronn/Ravensburg. Am 18. Januar verhandeln Arbeitnehmervertreter und Arbeitgeber, wie schon am heutigen Montag, noch einmal über einen über Interessenausgleich und Sozialplan. Die Verhandlungen finden bei Südwestmetall in Ravensburg statt.

Keine rechtliche Handhabe gegen Schließung

„Wir wollen erst einmal noch über ein Weiterführungskonzept reden, denn wir sehen die Möglichkeit, so unser Alternativkonzept mit Kurzarbeit bis zum Ende des Jahres 2011 die Beschäftigten noch zu halten und verstärkt Akquise zu betreiben, damit Projekte, die schon angefangen wurden, auch weiter betrieben werden können“, so Lilo Rademacher von der IG Metall. Die Gewerkschafterin ist überzeugt: „Wir halten eine Schließung nicht für unausweichlich.“ Weiter erklärte sie: „Allerdings sehen wir keine rechtlichen Mittel, die gibt es leider in der Bundesrepublik nicht, eine Betriebsänderung als unternehmerische Entscheidung, in diesem Fall die Liquidation, zu verhindern.“

IG Metall hofft auf 2,5 Millionen

Insgesamt seien von der Betriebsschließung 60 Beschäftigte betroffen, 50 davon in der Werft und weiterte 10 im Konstruktionsbüro. Die Mehrzahl der Beschäftigten sind laut IG Metall qualifizierte Schiffbauer mit hervorragenden Schweißfähigkeiten und auch Schreiner. Der Arbeitgeber biete zurzeit für einen Sozialplan 1,1 Millionen Euro an. Eine Transfergesellschaft wäre eingeschlossen. „Wir halten dies für absolut zu wenig und fordern deswegen mindestens noch einmal 1 Million Euro zusätzlich“, so Rademacher. „Insgesamt müsste ein Sozialplan sich um 2,5 Millionen Euro bewegen“, sagte die Gewerkschafterin.

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