Immer mehr Friedrichshafener Postkunden vermissen Sendungen

Weitere Ermittlungen wegen nicht zugestellter Briefsendungen in Friedrichshafen – Betroffene melden sich

Friedrichshafen. Beinahe noch täglich melden sich nach Mitteilung der Polizei weitere Personen aus dem Wohngebiet Schreienesch in Friedrichshafen, die in den Wochen vor Weihnachten an sie adressierte Postsendungen nicht erreicht haben. Vermisst werden auch viele EC-Karten. Viele bemerkten erst später, dass sie betroffen sind. Ein 20-jähriger Zusteller hatte die Post einfach weggeworfen. Das teilte die Polizei mit.

Briefsendungen im Altpapier

Ein 20-Jähriger, der zeitlich befristet für die Deutsche Post tätig war, hatte in dem Wohngebiet Teile der Briefpost nicht an die Empfänger zugestellt, sondern nach bisherigen Ermittlungen der Polizei ungeöffnet über das Altpapier entsorgt. Seinen eigenen Angaben zufolge soll es sich um schätzungsweise etwa 150 Briefsendungen gehandelt haben. Mit Stand vom Montagvormittag haben bislang 82 Geschädigte aus dem Zustellbezirk des 20-Jährigen, dessen Arbeitsvertrag von der Deutschen Post bereits aufgelöst wurde, bei der Polizei Anzeige erstattet.

EC-Karten gingen verloren

In 37 Fällen vermissen die Betroffenen ihre EC-Karten, die von den Banken zum Jahresende mit der Post verschickt wurden. Etliche Betroffene waren erst aufmerksam geworden, als ihre nur bis 2011 gültigen EC-Karten im neuen Jahr nicht mehr akzeptiert wurden und ihnen aber keine Karte für 2012 zugestellt wurde. Darüber hinaus sollen auch mehrere Briefe mit Bargeld verschwunden sein. Bisherigen Ermittlungen der Polizei zufolge handelt es sich um einen Gesamtbetrag von etwa 350 Euro, der die Empfänger nicht erreichte. Dennoch gibt es bislang nach Mitteilung der Polizei keine Erkenntnisse darüber, dass sich der mutmaßliche Täter selbst bereicherte oder im Auftrag anderer Personen handelte. Hinweise über einen Missbrauch mit nicht zugestellten EC-Karten hätten sich bislang nicht ergeben.

 

Wir freuen uns über Ihren Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Hinterlassen Sie hier Ihren Kommentar. Bleiben Sie bitte nett. Ihre E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.