Initiative „Grünes Horn“ gegen Sprungturm-Sauna für Konstanzer Therme

Bädergesellschaft stellt Konzept für Außensauna vor – Widerstand formiert sich

Konstanz. Die Saunen sind die Profitcenter der Thermen am Bodensee. Jetzt möchte endlich auch die Konstanzer Bodensee-Therme ihre Attraktivität durch eine Außensauna weiter steigern. Während Die Bädergesellschaft ihre Pläne für einen Saunaturm im See vorstellt, formiert sich Widerstand. Die „Initiative Grünes“ Horn will den Saunaturm verhindern.

Wettbewerbsnachteil beseitigen

Der Saunabereichs der Bodensee-Therme sei hervorragend ausgelastet behauptet die Bädergesellschaft. Das ist so, obwohl die Konstanzer gegenüber den Thermen in Meersburg und Überlingen einen klaren Wettbewerbsnachteil haben. Während dort Saunagäste nach Aufgüssen längst im größten Tauchbecken Süddeutschlands abtauchen, führt in Konstanz bisher kein Weg direkt in den See. Das möchte die Bädergesellschaft jetzt ändern.

Optik eines Sprungturms

Die Erweiterung soll in erster Linie die Qualität des Angebots weiter steigern und zur Kundenbindung beitragen, heißt es. Der geplante Saunaturm, der die Optik eines Spungturms hätte, soll sich architektonisch an der Bodenseetherme anpassen. Der Saunaturm würde durch einen neuen brückenartigen Steg, der parallel zum Schiffsanlegesteg liefe, mit dem Panoramadeck verbunden. Die Sauna könnte um eine Saunakabine und einen Ruheraum erweitert werden. Über Außentreppen wäre der Zugang zum See möglich.

Widerstand von „Grünes Horn“

Die Initiative „Grünes Horn“ hat aber bereits Widerstand angekündigt. Ihr Sprecher Peter Müller-Neff, der für die Freie Grüne Liste auch im Konstanzer Gemeinderat sitzt, sagte, die Initiative lehne jede weitere Bebauung des Ufers aus ökologischen, städtebaulichen und Landschaftsschutzgründen ab. Ein Dorn im Auge ist der Initiative „Grünes Horn“ vor allem der zweite Steg, der vom Panoramadeck über den Seeuferweg hinweg führen würde. Auch der Vorstand des BUND sei gegen eine Außensauna, so Müller-Neff. Zuletzt hatte sich die Initiative gegen eine Erweiterung der Schmieder-Klinik am Seeufer und gegen eine Überplanung des Areals am Freibad Horn gewehrt, wo eine Zeitlang über den Bau eines Hotels diskutiert worden ist.

Heute, Donnerstag, beschäftigt sich der Technische und Umweltausschuss erstmals mit den Erweiterungsplänen.

Ein Kommentar to “Initiative „Grünes Horn“ gegen Sprungturm-Sauna für Konstanzer Therme”

  1. Bolle Knallquist
    15. Juli 2011 at 11:41 #

    Jippie! Und mal wieder dagegen. So fährt Deutschland in den Abgrund. Die kommenden Generationen werden sich fragen, warum sie nichts mehr zu beißen haben. Während hemmungslos viel Geld für „wissenschaftlicher“ Voodoo („Erforschung“ der Auswirkungen des Wellenschlages der Berufsschiffahrt oder ebenso alberne, aber auch vom Steuerzahler finanzierte „Genderforschungen“), verhindern die üblichen Verdächtigen und Verbotsfetischisten aus den Reihen der SPD und der Grünen eine gesunde wirtschaftliche Entwicklung des Landes. Diesesmal ist die Therme dran. Haben die rotgrünen „Bäderexperten“ bereits während der Planungsphase vieles verboten („Wir wollen kein Spaßbad.“), quatschen sie jetzt wieder rein und führen die üblichen Totschlagargumente an: „Verschandelung der Landschaft“ und angeblichen „Umweltschutz“. Man kann nur hoffen, daß die konstanzer Bürger bei der nächsten Gemeinderatswahl dieses Getue noch in Erinnerung haben.

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