Jugendschutz an der Fasnacht nicht ausblenden

Polizei fürchtet Ärger bei Straßenfasnacht

Bodenseekreis (red) Die Polizeidirektion Friedrichshafen erinnert noch einmal daran, dass der Jugendschutz während der närrischen Tage nicht ausgeblendet werden kann und Veranstalter, Gewerbetreibende und Eltern eine gemeinsame Verantwortung haben, Alkoholexzesse junger Menschen zu verhindern. „Wer branntweinhaltige Getränke an Kinder und Jugendliche abgibt, handelt unverantwortlich und begeht eine Ordnungswidrigkeit, im Einzelfall sogar eine Straftat“, so ein Sprecher der Polizeidirektion. Bei der Straßenfasnet gebe es zunehmend Ärger mit alkoholisierten Jugendlichen und den damit einhergehenden Straftaten wie Körperverletzungen und Sachbeschädigungen.

Alkoholbedingte Auswüchse verhindern

Das Hauptaugenmerk der Polizei mit seinen Jugendschutzteams gilt deshalb am Gumpigen oder Schmotzigen Donnerstag dem Fasnachtstreiben auf der Straße. Ziel der uniformierten und in Zivil eingesetzten Beamten ist es, in Kooperation mit den Narrenvereinen und Schulen alkoholbedingte Auswüchse erst gar nicht entstehen zu lassen. Die bei Jugendlichen festgestellten alkoholhaltigen Getränke werden, sofern ein Verstoß gegen das Jugendschutzgesetz vorliegt, von der Polizei an Ort und Stelle einbehalten und entsorgt.

Hausverbote nicht ausgeschlossen

Auch Hausverbote seien möglich. Sie betreffen Personen, die im Bereich von Veranstaltungen sicherheitsgefährdend, also gewalttätig oder sonst erheblich störend auffallen. Ein sogenanntes überörtliches Hausverbot werde für die Dauer der Fasnet 2010 (bis einschließlich Aschermittwoch) in der Hauptsache bei Körperverletzungs- oder Sachbeschädigungsdelikten, bei Sexual-, Raub- und Diebstahlsdelikten, bei Nötigung, Verstößen gegen das Betäubungsmittel-, Waffen- oder Sprengstoffgesetz und fremdenfeindlichen oder rechtsextremistischen Handlungen ausgesprochen und schriftlich zugestellt. Bislang wurde in acht Fällen von diesem überörtlichen Hausverbot Gebrauch gemacht, so die Polizei.

Wir freuen uns über Ihren Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Hinterlassen Sie hier Ihren Kommentar. Bleiben Sie bitte nett. Ihre E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.