Jury prämiert für Chérisy Entwurf des Konstanzer Büros Linie 4

Schöner wohnen in der Konstanzer Chérisy – Baubürgermeister Kurt Werner sieht neue Qualität

Konstanz. Dass es die Stadt und auch der zweite Investor von Studentenwohnungen auf dem Chérisy-Areals ernst mit qualitätsvollem Bauen meinen, haben Stadt und Bauunternehmen mit einem Architektenwettbewerb unter Beweis gestellt. Investor Manfred Löffler hat 85.000 Euro für den Wettbewerb ausgegeben und zusammen mit der Jury spannende Entwürfe präsentiert. Der mit 18.000 Euro dotierte erste Preis ging an das Konstanzer Büro Linie 4. Insgesamt hatten zehn teilnehmende Büros ihre Arbeiten präsentiert. Der prämierte Entwurf sieht zwei versetzte, schmale Längsbauten vor, die zusammen mit dem von Architekt Walter Finthammer und Investor Sascha Wengert vorgeschlagenen Turm ein städtebauliches Ensemble bilden.

Jury traf Entscheidung

Am Montag hat Bürgermeister Kurt Werber die prämierten Arbeiten im Sitzungszimmer des Technischen Rathauses der Öffentlichkeit präsentiert. Am Freitag vergangener Woche war die Entscheidung gefallen. Als die Jury ihre Entscheidung traf, waren auch Bewohner des Chérisy-Areals anwesend.

Zwei Riegel und ein Hof mit Café

Der Entwurf der Preisträger sieht zwei schmale Riegel mit allerdings nur 118 Wohnplätzen für Studierende vor. Die beiden versetzt stehenden, neuen Gebäude würden sich in das vorhandene Ensemble einpassen. Entstehen könnte in einem Hof auch ein Café. Bei der Traufhöhe, der Materialauswahl und der Fassadengestaltung orientierten sich die Planer an den bestehenden Gebäuden. Der „Turm“ von Finthammer bekäme eine Torfunktion. Kurt Werner zeigte sich beim Entwurf vor allem von der städtebaulich neu entstehenden Qualität und den fast südländisch anmutenden Laubengängen begeistert. Die Preisträger, die früher selbst in WG’s in der Chérisy-Kaserne wohnten, sagten, der entstehende Hof sei ihnen wichtig gewesen. Einziger Kritikpunkt: Statt der maximal 140 Studentenwohnungen wären in den beiden Bauten bisher nur 118 realisiert. Deswegen empfehle er die Arbeit als Grundlage zu nehmen, aber weitere Wohnplätze zu schaffen, sagte Werner.

Investor kommt aus Mengen

Der Bürgermeister erklärte weiter, der Entwurf sei dazu geeignet, „Ängste“ auszuräumen und sieht die mögliche Bebauung als deutliche Bereicherung des Quartiers. Die rechtliche Grundlage soll ein vorhabenbezogener Bebauungsplan sein. Noch wehren sich Bewohner des Quartiers gegen die Nachverdichtung. Investor ist Manfred Löffler, Wohn- und Gewerbebau aus Mengen. Er baut mit seinem Bauunternehmen aktuell auch 56 Ein- bis Fünfzimmerwohnungen am Petershauser Bahnhof. In einem weiteren Bauabschnitt kommen dort 40 weitere Wohnungen hinzu.

Begeisterung für Vorarlberger Entwurf

Auf den mit 13.000 Euro dotierten zweiten Platz kam eine Arbeit von Josef Prinz. Der plante aber „unerwartet hoch“ und auch die Fassade irritierte das Preisgericht. Ein weiterer Nachteil war, dass nur 102 Studentenwohnungen vorgesehen gewesen wären. Begeistert hat sich die Jury für die Arbeit der Vorarlberger Architekten Oskar Leo Kaufmann und Albert Rüf. Aufgrund von einigen Irritationen und Unstimmigkeiten rutschte die Arbeit dann aber doch nicht unter die Preisträger und musste sich mit einer Anerkennung begnügen. Insgesamt wurden vier Preise vergeben, ein erster, ein zweiter und zwei dritte Preise, die jeweils mit 7.000 Euro dotiert waren. Für die Anerkennung gab es 3.000 Euro.

 

 

 

Hier eine Übersicht über Büros und Preise

Platz 1

Architekten Linie 4 Bächle Meid Bächle Partner, Konstanz http://www.architekten-linie4.de/

Platz 2

Josef Prinz, Baindt http://www.architekturbuero-prinz.de/

Platz 3

HHP Hartwich – Huber – Poll Architekten GmbH

und schlude ströhle richter, Stuttgart http://schlude-stroehle.de/

Anerkennung

Oskar Leo Kaufmann und Albert Rüf, Dornbirn http://www.olkruf.com/

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