K+K Weihnachtszirkus in Konstanz am Freitag wegen Orkans abgesagt

700 verkaufte Plätze in Freitagsvorstellungen bleiben unbesetzt – Gestern schon Zelträumung statt Premierenfeier wegen Wetterwarnung

Konstanz. Keine guten Nachrichten gibt es vom K+K Weihnachtszirkus. Zwar hat Orkan „Joachim“ den Bodensee noch nicht erreicht, der Weihnachtszirkus ist aus Sicherheitsgründen aber abgesagt worden. Die Stadt hatte es dem Zirkus mitgeteilt. Zirkusdirektor Rolf Stey war am Freitagnachmittag nicht zu sprechen. Schon am Premieretag mussten die Gäste sofort nach der Vorstellung das Zelt des Schweizer Traditionszirkusses verlassen.

Vorstellungen wegen Orkanwarnung abgesagt

Der Regen prasselte auf das weiß-rote Zirkuszelt und die Zirkuswagen auf Klein-Venedig. Geöffnet hatte am Nachmittag nur die Zirkuskasse. Ruedi Mettler musste am Nachmittag Zirkusbesucher vertrösten. Obwohl Orkan „Joachim“ den Bodensee noch gar nicht erreicht hatte, zwang die Stadt den Zirkus, seine Vorstellungen am Freitag wegen der Sturmwarnung abzusagen. „Das Zelt hat schon viele Hundert Kilometer Stürme ausgehalten und ist nicht eingestürzt“, sagte Ruedi Mettler. Mettler ist der Schwager des Zirkusdirektors Rolf Stey. Rolf Stey, der den dummen August gibt, sei am Boden zerstört. Schon am Donnerstagabend hatten Stadt und Polizei auf die schnelle Räumung des Zeltes gedrängt. Nicht einmal mit einem Glas Champagner konnten die Premierengäste anstoßen.

Bis am Nachmittag kein Sturm am Bodensee

Auch der Katamaran verkehrt wegen der Sturmwarnung nicht, obwohl sich auf dem Bodensee bisher nicht einmal kleinste Wellen kräuseln. Die Bäume rund ums Zelt stehen kerzengerade. Der bisherige Spitzenwert, den der Sturm erreichte, wurde mit 176 Kilometer pro Stunde auf dem Säntis gemessen. Auf dem Feldberg im Schwarzwald soll es Böen von 158 Stundenkilometern gegeben haben.

Ein Kommentar to “K+K Weihnachtszirkus in Konstanz am Freitag wegen Orkans abgesagt”

  1. dk
    17. Dezember 2011 at 17:03 #

    Dafür gab es soeben als Schadensersatz eine Ladung „weisses Pulver“ passend zur Zeltfarbe.
    Hoffentlich schneit es nicht zu viel (wegen der Schneelasten) und die Glatteis-Gefahr bleibt aus.
    Schnee, Kälte, dicke Handschuhe und Mantel gehören zu Winter und Weihnachten.

    Übrigens:
    Eine junge Frau ist vorgestern unglücklich auf das Knie gefallen und kann gerade noch Autofahren und auf waagrechter Strecke laufen, hat aber beim Treppensteigen allergrösste Mühe. Ziemlich dumm, wenn sie dem „mobilen Pflegedienst“ angehört. Lastesel können auch in zivilisierten Gesellschaften noch Verwendung finden.

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