Klammes Konstanz schielt ins Nachbarland: Romanshorn senkt die Steuern

Außergewöhnliche Nachrichten aus einer Schweizer Kommune am Bodensee

Konstanz/Romanshorn. Während klamme deutsche Kommunen sparen müssen, senkt Romanshorn die Steuern. Der Gemeinderat hat beantragt, 2011 die Steuern um zwei Prozent zu senken. Für die Konstanzer, die sich am Wochenende zu einer Sparklausur treffen, bei der es zum Beispiel auch um die Erhöhung der Grundsteuer oder anderer Gebühren geht, wäre eine Steuersenkung momentan nicht vorstellbar.

Steuerfuss soll um zwei Prozent sinken

Dem Gemeinderat sei es ein Anliegen, eine transparente und verlässliche Finanzpolitik zu betreiben, heißt es im Newsletter des Internationalen Städtebunds Bodensee (ISB). Dank des guten Abschlusses im vergangenen Jahr und einer differenzierten finanzpolitischen Beurteilung bei der Budgetierung beantragt der Rat, für 2011 die Steuern um zwei Prozent von 76 auf 74 Prozent zu senken. Der Voranschlag der Politischen Gemeinde schliesse mit einem Aufwandüberschuss von 654.397 Franken ab. Das budgetierte Defizit könne durch das Eigenkapital gedeckt werden. Erfreulicher Effekt für die Romanshorner: Der Steuerfuss solle für 2011 gesenkt werden.

Minderertrag wegen Wirtschaftskrise eingerechnet

Aufgrund der stetig wachsenden Bevölkerung und der steigenden Steuerkraft werde für das Jahr 2011mit einem höheren Steuerertrag bei den natürlichen Personen gerechnet. Bei den juristischen Personen würden sich die Wirtschaftskrise und die Steuergesetzrevisionen der vergangenen Jahre in der Steuerbilanz bemerkbar machen. Der Steuerertrag werde voraussichtlich um rund 300.000 Franken geringer ausfallen. Dieser Minderertrag sei im Budget eingerechnet. Aufgrund der guten Ergebnisse der Vorjahre beantragt der Gemeinderat eine weitere Reduktion des Steuerfusses um zwei Prozent. Mit der in diesem Herbst beschlossenen Steuergesetzrevision (vereinfachte Steuertarife und weitere Steuererleichterungen) werde sich zudem auch die kantonale steuerliche Belastung ab dem 1.1.2011 nochmals spürbar verringern, heißt es seitens der Gemeinde.

Peter Wetzel  PIXELO www.pixelio

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