Klein-Venedig-Logo: E-Mail an die Bürgerinitiative

Mitglied der ehemaligen Konstanzer Bürgerinitiative sucht Verantwortlichen fürs Plakat

Konstanz. Auch am Sonntag hing das Plakat der Bürgerinitiative „Strahlungsarmes Leben“ mit dem „Nein-zu-Klein-Venedig“-Logo weiterhin in Litzelstetten am Straßenrand. Ein Mitglied der ehemaligen Bürgerinitiative „Nein-zu-Klein-Venedig“ sucht deswegen jetzt einen Ansprechpartner. Seine Botschaft lautet: Runter mit dem Plakat und das Logo der ehemaligen Bürgerinitiative „Nein-zu-Klein-Venedig“ bitte nicht mehr benutzen.

Vorsicht vor Verwechslungsgefahr

Während sich Günther Schäfer, ehemaliger Sprecher der Bürgerinitiative „Nein-zu-Klein-Venedig“, offenbar nicht wegen der Verwendung des Logos sorgt und anscheinend keine Verwechslungsgefahr sieht, sehen dies andere Mitglieder der ehemaligen Initiative offenbar anders. Gesucht wird deshalb der Verantwortliche, der das Plakat mit dem Logo von „Nein-zu-Klein-Venedig“ in Litzelstetten aufgehängt hat. Statt für das „Nein“ zu einem Konzert- und Kongresshaus in Konstanz steht das zweckentfremdete Logo jetzt offenbar für ein „Nein“ zu Mobilfunksendeanlagen.

Wer ist fürs Plakat verantwortlich?

Ein ehemaliges Mitglied der Initiative „Nein-zu-Klein-Venedig“ suchte Ende vergangener Woche händeringend einen Ansprechpartner in Litzelstetten. Ob seine E-Mail bei einem Verantwortlichen ankommt oder angekommen, ist war zunächst unklar. Unmissverständlich sind aber der Inhalt und die Botschaft der Mail. In ihr heißt es: „Mitglieder der Initiative, unter ihnen ich selbst, sind mit der Zweckentfremdung des Logos durch die weithin unbekannte Bürgerinitiative ,Strahlungsarmes Leben‘ nicht einverstanden, da das Logo nach wie vor mit der Bürgerinitiative gegen das KKH in Verbindung gebracht wird. Beide Initiativen haben sowohl personell wie inhaltlich jedoch wenig bis garnichts miteinander zu tun.“

Geräuschlose Klärung

Weiter heißt es in der Mail: „Ich möchte der Bürgerinitiative ,Strahlungsarmes Leben‘ die Botschaft übermitteln, dass sie das Logo nicht länger benützen soll, die Plakate mit dem Logo abhängt und sich stattdessen etwas anderes einfallen lässt. Ich will die Angelegenheit außerdem geräuschlos klären. Der Zweck, für den die Litzelstetter Initiative das Logo einsetzt, spielt dabei keine Rolle.“

Verantwortlicher unbekannt

Leider finde sich auf den Litzelstetter Plakaten kein Name, keine Kontaktadresse, eine Genehmigung zur Aufhänung im öffentlichen Raum sei auch keine sichtbar. „Kennen Sie die Bürgerinitiative, und wissen Sie, wer die Plakate mit dem Logo aufgehängt hat?“, fragt der E-Mail-Schreiber. Und weiter: „Ich mache mir auch gern die Mühe, mit einzelnen Personen zu sprechen, da ich weiß, wie heterogen Initiativen zusammengesetzt sein können.“

Hier geht es zu einem bereits bei See-Online erschienenen Beitrag zu selben Thema.

Ein Kommentar to “Klein-Venedig-Logo: E-Mail an die Bürgerinitiative”

  1. Larry
    10. Januar 2011 at 15:40 #

    Liebe Mobilfunkmastgegner, nützt Eure PR-Chance, informiert über Euer Anliegen, malt das Logo giftgrün an – dann wird es zum unverwechselbaren, ironischen Zitat und die Sache ist intelligent erledigt. So viel Fantasie sollte sein!

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