Kompanie Konstantin Tsakalidis präsentiert „Borderlines“ in Konstanz

Stück über Auseinandergleiten der Gesellschaft trotz Facebook

Konstanz (red) „Borderlines“ ist ein Stück, das emotionale Trennwände subtil beleuchtet und Zuschauers sensibilisieren möchte. Teil des Stückes sind Werke von G. Cassadó, D. Shostakovich und Soloeinlagen von P. Manzecchi. Aufgeführt wird es vom 22 bis 25. Juli und zusätzlich am 28. und 30. Juli jeweils 21 Uhr im Kulturzentrum am Münster (Wolkensteinsaal) in Konstanz.

Über das Stück Borderline

Es geht um das Nebeneinander und die emotionale Abgeschlossenheit, die sich trotz Facebook immer mehr in den gesellschaftlichen Strukturen erkennen lässt: Die Grenzen des Mitgefühls. Die unsichtbaren Wände, die zwischen uns als Schutz entstehen, lassen sich immer schwerer öffnen und manchmal ist der Schlüssel weg. Weil die sozialen Schichten immer weiter auseinander driften, die Armen ärmer und die Reichen reicher werden, weil die Armut längst ihren Weg in die Innenstädte der Wohlstandsgesellschaft gefunden hat, ist die Notwenigkeit nach einem emotionalen Schutz gewachsen: Wer kann sich schon mit jedem Bettler auseinander setzten? Da muss ich mit meinem Mitgefühl haushalten und eine Grenze ziehen, die sich dann aber unbequem in meine Seele einnistet: Die gezogene Grenze lässt sich schwer aus– und einschalten. Sie ist auch dann da, wenn ich sie nicht will.

Gesellschaft gleitet auseinander

Das Beobachten des Auseinandergleitens der gesellschaftlichen Schere hat eine Entwurzelung zur Folge: Das Begreifen des eigenen Standpunktes löst sich aus seiner Verankerung. Je nach Perspektive empfinden wir uns als Sozialfall oder als Superreicher. Auch hier schützt eine emotionale Trennwand zu den Extremen. Das Stück ist eine Lupe, es beleuchtet emotionale Trennwände und die Mitgefühlsgrenze subtil. Damit wird die Wahrnehmung des Zuschauers zu diesem Thema sensibilisiert und erweitert.

Patrick Manzecchi trifft Klaviertrio Calando

Dem Schlagzeuger Patrick Manzecchi steht das Klaviertrio Calando gegenüber. Gespielt werden Werke von Gaspar Cassadó und Dimitri Shostakovich. Eine virtuose faszinierende Musik in hoher Geschwindigkeit mit viel Spannung und Emotionalität, die trotz der hohen Dichte lyrische Anteile nicht vermissen lässt. Manzecchi ergänzt das Trio mit expressiven Jazzkompositionen, die er eigens für das Stück Borderlines entwirft. Ergänzt wird die Musik durch Einspielungen von Tom Waits.

Kompanie Konstantin Tsakalidis

Die Kompanie startet 2010 in Konstanz ein international ausgerichtetes Projekt mit erstklassigen Solisten aus dem Bereich Ballett, Modern Dance, Klassische Musik und Jazzperkussion, welches vom Ministerium, dem Land Baden-Württemberg und der Stadt Konstanz über die Dauer von drei Jahren unterstützt wird. Die künstlerische Leitung liegt bei Konstantin Tsakalidis. TänzerInnen sind Annika Wiessner, Jérôme Gosset, Doriane Locatelli, Yasha Wang, Kizzy Garcia Vale, Konstantin Tsakalidis. Zum Klaviertrio gehören Christina Burchardt, Geige, Luise Bammes, Cello, Carolina Sarmiento, Klavier. Solo Perkussion: Patrick Manzecchi. Visual Art: Alf Ruge, Technik: Philipp Bammes, Schauspiel: Konstantin Tsakalidis und Regie Thomas Ecke.

Tickets und Infos

Reservationen: ++49 (0)7531/8029050, (0)7531/8029050 oder tanz@online.de . Die reservierten Karten bitte an der Abendkasse bis 20:30 Uhr abholen. Kartenpreise: Schüler und Studenten 11 €, ansonsten 15 €. Mehr Infos unter http://www.choreographie-regie.de/http://lakelabs.de/borderlines/http://www.choreographie-kurs.de/

Wir freuen uns über Ihren Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Hinterlassen Sie hier Ihren Kommentar. Bleiben Sie bitte nett. Ihre E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.