Konstanz hat einen neuen Mietspiegel

Wohnen_neuKonstanz. Konstanz hat ein hohes Mietpreisniveau. Vermieter und Mieter können sich ab sofort wieder neu orientieren und herausfinden, wie viel Miete sie verlangen können oder ob sie eine angemessene Miete bezahlen. Der neue Mietspiegel für Konstanz 2013 liegt vor. Den Mietspiegel für Konstanz gibt es online und in Papierform. Das teilte die Stadt mit.

Orientierung für Mieter und Vermieter

Mieter und Vermieter erhalten mit dem Mietspiegel 2013 einen fundierten, aktuellen Orientierungsrahmen über die Höhe der ortsüblichen Mietpreise für vergleichbaren nicht preisgebundenen Wohnraum in Konstanz. Mieter können auf seiner Grundlage Mieterhöhungsforderungen überprüfen. Vermieter können bei der Ermittlung der ortsüblichen Vergleichsmiete auf die Daten des Mietspiegels zurückgreifen.

Partner beim Mietspiegel

Die Fortschreibung des Mietspiegels 2011 wurde im Arbeitskreis Mietspiegel am 24. April 2012 diskutiert. Die Teilnehmer (Stadtverwaltung, Haus & Grund Konstanz, Mieterverein Bodensee e.V., Amtsgericht Konstanz, EMA-Institut).

2013 Mietspiegel nur fortgeschrieben

Die Beteiligten stimmten einer Fortschreibung per Indexzahlen zu. Die Stadt Konstanz hat in Zusammenarbeit mit dem EMA-Institut für empirische Marktanalysen diese Fortschreibung durchgeführt. Nach dem BGB ist hierfür der vom Statistischen Bundesamt ermittelte Preisindex für die Lebenshaltung aller privaten Haushalt (heute Verbraucherpreisindex für Deutschland) zu verwenden. Als Referenzzeitraum wurde der Zeitraum von November 2010 bis März 2013 verwendet. Für diesen Zeitraum weist der Verbraucherpreisindex eine Steigerung von 5,28 Prozent auf. Diese Steigerung wurde im neuen Mietspiegel berücksichtigt. Begleitet wurde die Fortschreibung des Mietspiegels durch den Arbeitskreis Mietspiegel.

Vom Gemeinderat beschlossen

Durch Beschluss des Gemeinderates in seiner Sitzung am 20. Juni 2013 ist der Konstanzer Mietspiegel ein qualifizierter Mietspiegel, in dem die „ortsübliche Vergleichsmiete“ entsprechend den gesetzlichen Vorschriften dargestellt ist.

Mietspiegel schafft Rechtssicherheit

Bei jedem Mieterhöhungsverlangen muss die entsprechende Miethöhe des Mietspiegels angegeben werden, soweit die betreffende Wohnung dort eingeordnet werden kann. Damit trägt der Konstanzer Mietspiegel wesentlich zur Rechtssicherheit bei der Mietpreisfestlegung auf dem hiesigen Wohnungsmarkt bei.

Auch energetischer Zustand berücksichtigt

Mit der aktuellen Ausgabe erscheint der Konstanzer Mietspiegel in seiner 6. Auflage. Wie schon die Vorgänger wurde auch für den neuen Mietspiegel ein statistisches Verfahren angewendet, das seit den 80-er Jahren als wissenschaftliches Berechnungsverfahren bei der Mietspiegelerstellung anerkannt ist. Weiter hat sich aufgrund der Datenerhebung im Herbst 2010 ergeben, dass auch die energetische Beschaffenheit und die Dimensionierung der Hüllflächen des Wohngebäudes einen Einfluss auf die Höhen der Miete haben. Der Konstanzer Mietspiegel enthält neben Zahlen, Daten und Fakten umfangreiche Erläuterungen, welche die Einordnung einer Wohnung und die Berechnung der für diese Wohnung maßgeblichen Vergleichsmiete wesentlich erleichtern.

Hier gibt’s den Mietspiegel

Der neue Mietspiegel ist bereits ins Internet gestellt. Mit diesem Programm kann jeder selbst die ortsübliche Miete errechnen. Abrufbar ist er unter http://mietenberechner.net/konstanz2013/ . Direkt erhältlich ist der neue Mietspiegel im BauPunkt im Verwaltungsgebäude Laube, Untere Laube 24. Telefonisch kann er beim Hochbau- und Liegenschaftsamt, Frau Prizio, Tel. 07531 900578 bestellt werden. Er kostet 3,- €; bei Versand 5,- € einschließlich Versandkosten.

Ein Kommentar to “Konstanz hat einen neuen Mietspiegel”

  1. Detlev Küntzel
    26. Juli 2013 at 16:25 #

    Als Vermieter kann man sein schlechtes Gewissen jährlich ganz gut beim Finanzamt beruhigen: die Beamten können die Mieteinkünfte über die Jahre vergleichen und erhalten noch zusätzliche Angaben. Die Belege werden auch zur Prüfung eingereicht und die Positionen der Steuererklärung kurz erläutert. Obwohl nur eine Einnahmen-Überschuss-Rechung gemacht wird (für Kleinbetriebe), werden üblicherweise Erläuterungen wie bei einem Bilanz-Anhang gemacht.

    Diesen Aufwand macht man gerne für eine 80-jährige Rentnerin der Verwandschaft mit Renten- und Mieteinkünften.
    Die Finanzbeamten sind bei der Annahme sehr freundlich und sagen nur „ich schaue mir das an“. Das Ergebnis dürfte von allen Beteiligten nicht als überwältigend empfunden werden; aufgrund meiner Controlling- und Kostenrechnungs-Kenntnissen ist das Bauchgefühl entsprechend komisch.
    Vielleicht werde ich zukünftig zusätzlich noch zusätzliche Angaben machen: entgeltlose Leistungen als kalkulatorische Kosten und sonstige Hintergrund-Informationen als Anhang, um die allgemeinen Wirtschaftsverhältnisse darzustellen. Bei Betriebsprüfungen sollen auch Branchenvergleiche zum Vergleich herangezogen werden. Mancher Vermieter dürfte sich über Ratschläge freuen, wie man zugunsten des Finanzamtes seine Ergebnisse verbessern kann.
    Zum Glück muss ich mich nur um das wenige Steuerrecht und nicht um Mietsrecht kümmern. Ein Steuerfahnder(in) als Mietspartei dürfte wahrscheinlich sogar eine angenehme Erfahrung werden.

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