Konstanz hat landesweit eine der besten Betreuungsquoten für Kleinkinder

Kleinste Konstanzer laut Stadt in den Kitas gut versorgt – Ausbau hat weiter Priorität

Konstanz (wak) Die Stadt Konstanz hat darauf hingewiesen, dass die Quote der Krippenplätze für unter Dreijährige in der Stadt bei 28,23 Prozent liege. Damit belege die Stadt Konstanz hinter der Stadt Heidelberg einen Spitzenplatz unter den baden-württembergischen Städten. Trotz der Finanzmisere hält die Stadt Ganztagsplätzen in Kindertagesstätten auch in Zukunft für einen wichtigen Standortfaktor und der Ausbau der Kita-Plätze solle deshalb weiterhin Priorität haben. Das hat die Stadt versprochen.

Ein Artikel im Südkurier aus der vergangenen Woche (Titel „Wenig Platz für kleinste Konstanzer“) erwecke den Eindruck, als ob die Stadt Konstanz ein Betreuungsproblem mit ihren unter 3-jährigen Kindern hätte. Die Stadtverwaltung nimmt den Zeitungsbericht aktuell zum Anlass, um noch einmal darauf hinzuweisen, dass sie eine „gute Versorgung mit Ganztagsplätzen in Kindertagesstätten für einen wichtigen Standortfaktor hält und dieser Ausbau deshalb weiterhin Priorität haben soll“.

Alleine in diesem und im nächsten Jahr werden insgesamt 160 neue Ganztagsplätze geschaffen, davon 110 für unter 3-jährige Kinder, teilte die Stadt mit. Bis 2013, dem Jahr, ab dem die Kinder bereits ab dem vollendeten ersten Lebensjahr einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz haben, kommen dann noch einmal 110 Kleinkindplätze hinzu.

Ab Herbst 2013 sollen bundesweit 35 Prozent der Kinder unter drei Jahren von Kindertagestätten oder Tagesmüttern betreut werden. Im Kinderland Baden-Württemberg sind es nur 34 Prozent. Eine Forsa-Umfrage ergab vor einiger Zeit aber, dass sogar 66 Prozent der jungen Mütter (bei Akademikerinnen 78 Prozent) ihre Kleinen in einer Krippe oder von einer Tagesmutter betreuen lassen wollen.

In bezug auf Situation von Kleinkindern unter 3 Jahren bleibe festzuhalten, dass die Stadt Konstanz mit derzeit 28,23% hinter der Stadt Heidelberg über eine der besten Versorgungsquoten aller Städte in Baden-Württemberg verfügt. Ziel sei es nach wie vor, Konstanz zu einer Stadt weiter zu entwickeln, die sich durch besonders familienfreundliche Angebotsstrukturen auszeichnet und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf in den Mittelpunkt ihrer kommunalen Familienpolitik stellt, heißt es in einer Mitteilung der Stadt.

Trotzdem sind aber auch in Konstanz nicht alle Eltern zufrieden. Eng werden kann es zum Beispiel bei Kindergartenplätzen. Zwar hat jeder Dreijährige längst einen Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz – aber nicht unbedingt in der Altstadt oder im Paradies. Dass alle Eltern für ihre Kinder in ihrem persönlichen Wunschkindergarten einen Platz bekommen, ist unwahrscheinlich. Ein Beinbruch ist das nicht, aber beschwerlich.

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