Konstanz kann Vincentius-Areal überplanen: Vorsicht, vor ollen Kamellen!

vincentius krankenhaus konstanzKonstanz. Die Freie Grüne Liste (FGL) will von der Stadtverwaltung wissen, was diese mit dem Vincentius-Areal vor hat. Derzeit entsteht am Standort des Konstanzer Klinikums auch ein Neubau für Fachklinik für Orthopädie mit dem Schwerpunkt Endoprothetik. Schon vor zwei Jahren hatte eine Debatte darüber begonnen, ob das Areal auch ein geeigneter Standort für ein Konzerthaus sein könnte.

Freie Grüne Liste will Auskunft

Die FGL möchte in der April-Sitzung des Technischen und Umweltausschusses nun über die Pläne der Verwaltung zum Areal des alten Vincentius Krankenhauses an der Laube informiert werden. Da der Grundstein für die neue Vincentius Klinik beim Krankenhaus gelegt sei, könne das Areal an der Oberen Laube nun überplant werden. Peter Müller-Neff stellt im Antrag folgende Fragen: „Wie plant die Verwaltung das weitere Vorgehen? Welches Zeitfenster gibt sie vor? Ist das alte Vincentiushaus ein schützenswertes Denkmal?“

Kiessling-Gespenst geht um

Architekt Edgar Kiessling hatte 2011 die Kommunalpolitik mit seiner Idee, auf dem Vincentius-Grundstück eine Konzert- und Veranstaltungshalle zu bauen, aufgerockt. Die Kommunalpolitiker waren angetan vom Vorschlag.

SPD war 2011 angetan

„Konstanz muss Ideen für die künftige Nutzung des Vincentius-Grundstücks an der Unteren Laube entwickeln“, forderte damals zum Beispiel die SPD-Fraktion im Gemeinderat. Der Vorschlag des Architekten Edgar Kiessling, auf dem frei werdenden Areal eine Musik- und Veranstaltungshalle zu bauen, sei so interessant, dass Verwaltung und Gemeinderat ihn seriös überprüfen müssten, meinte die SPD damals.

Das Geisterhaus

Edgar Kiesslings Konzept sah den Bau einer Veranstaltungshalle mit einem großen Saal vor, der bis zu 1600 Zuhörern Platz bieten könne. Ein kleiner Saal böte Raum für Veranstaltungen bis zu 250 Teilnehmern. Kiessling hält eine dreigeschossige Tiefgarage mit knapp 400 Stellplätzen für möglich. Ein Teil dieser Parkplätze könnte an Anwohner aus Niederburg und Paradies vermietet werden, hieß es. Allerdings müssten die Besucher wohl über die alte Rheinbrücke oder das Paradies anfahren, während die Niederburg gerade davon träumt, den Rheinsteig vom schnellen Verkehr zu befreien und die Schottenstraße eine hoch frequentierte und oft überlastete Fahrradstraße ist.

Die Debatte

Ein Haus für Kultur ist spätestens seit Januar 2013 wieder Thema in Konstanz. Neu angestossen hatten die Debatte Theaterintendant Christoph Nix und die Konstanzer Hochschule Technik Wirtschaft Gestaltung. Fiktiv überbaut hatten die Nachwuchsarchitekten das Hafenareal mit dem Werftgelände, einen Teil des Heroséparks und den Büdingenpark. Klein Venedig kommt seit dem Bürgerentscheid 2010 als möglicher Standort nicht mehr in Frage. Ein weiterer möglicher Standort am Seerhein ist mittlerweile überplant. Der Konstanzer Oberbürgermeister Uli Burchhardt hatte angekündigt zunächst über alles außer über den Standort für ein mögliches Konzerthaus reden zu wollen. Im Vordergrund stehen sollten der Bürgerwille und die Finanzierbarkeit.

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