Konstanz muss den „bewegten Streifen“ ein paar Scheine rüber schieben

Kino will Bild- und Tontechnik modernisieren – Film ab im Finanzausschuss

Konstanz. Das Zebra-Kino braucht finanziellen Support von der Stadt. Darüber, ob ihn das Kino bekommt, entscheidet der Haupt- und Finanzausschuss des Konstanzer Gemeinderats in dieser Woche. Fakt ist, dass das Kommunale Kino Zebra e.V. seine Bild- und Tontechnik modernisieren muss. Die Kosten betragen 8.500 Euro. Das ist für ein kommunales Kino viel Geld. Der Haushalts- und Finanzausschuss entscheidet über einen städtischen Zuschuss in Höhe von 3.500 Euro. Die Chancen stehen gut – unter den Räten befinden sich Cineasten, die die Filmkunst gern fördern möchten.

Begeisterte Cineasten machen Programm

Das Zebra Kino wurde 1984 in dem Wohnzimmer einer studentischen WG gegründet. Auch wenn es heute über professionellere Technik und einen eigenen Kinosaal verfügt, hat sich seitdem an unseren Grundwerten nichts geändert: bis heute wird das Zebra Kino von einem engagierten Team ehrenamtlich betrieben. Aus Begeisterung für gute Filme stellen 20 junge und alte Cineast/innen Woche für Woche ein spannendes Kinoprogramm zusammen und dafür nicht nur hinter der Theke, sondern auch am Projektor. So steht es auf der Website des Zebra-Kinos.

Andere Filme anders zeigen

Das Programm steht unter dem Motto „Andere Filme anders zeigen.“ Das Zebra Kino über sich: „Wir zeigen Filme nicht, um damit Gewinne zu erzielen, sondern weil wir von der Qualität der Filme überzeugt sind. Deshalb geben wir dem Kino eine Chance, das in den kommerziellen Kinos keinen Platz findet. Das bedeutet für uns eine programmatische Bandbreite, in der Dokumentar-, Experimental- und Kurzfilme genauso ihren Platz finden wie alte Filmklassiker, die wir wieder auf die Leinwand bringen.“

Filmauswahl demokratisch diskutiert

Das Zebra-Kino ist als gemeinnützig anerkannt. Etwa 15 Mitgliedern im Alter von 17 bis 40 Jahren kümmern sich um die Programmarbeit und die Unterhaltung der eigenen Spielstelle auf ehrenamtlicher Grundlage. Alle Angelegenheiten des Vereins einschließlich der Filmauswahl werden auf den wöchentlichen Mitgliederversammlungen (jeden Mittwoch, 20 Uhr) demokratisch diskutiert und entschieden. Die Geschäfte führt ein hauptamtlicher Geschäftsführer, der auch für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist.

Mehr Infos unter http://zebra-kino.de/

Foto: Archiv See-Online

2 Kommentare to “Konstanz muss den „bewegten Streifen“ ein paar Scheine rüber schieben”

  1. Cineast
    16. April 2012 at 21:51 #

    Wieso sitzt da Herr Nix, der Intendant des Stadttheaters, auf den Kinosesseln und nicht jemand vom ZEBRA?

    • wak
      17. April 2012 at 01:11 #

      @Cineast Weil es das einzige Foto vom Zebra Kino ist, das ich hatte. Ich habe es nicht gewagt, ein Bild aus der Galerie zu nehmen, da ich keine Abmahnung riskieren kann. Also stellte ich Herrn Nix aufs Blog. Das Foto entstand bei der PK zur Vorstellung der Afrika-Spielzeit.

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