Konstanz plant städtebaulichen Wettbewerb: Schönes neues Döbele

Luftbild Doebele Wettbewerbsgebiet aus der VogelperspektiveKonstanz. Konstanz sucht neue Ideen für die Entwicklung des Konstanzer Döbele, das aktuell vor allem Verkehrsfläche und zweimal im Jahr Standort der Messe ist. Mit einer öffentlichen Veranstaltung im Konzil startet am Mittwoch, 5. Juni (Beginn 18 Uhr), die BürgerInnenbeteiligung für den städtebaulichen Wettbewerb „Döbele“ – Alle KonstanzerInnen sind eingeladen, sich in den Planungsprozess einzubringen.

Zentrumsnahes Areal

Ziel des städtebaulichen Wettbewerbs ist die Entwicklung eines Konzeptes für das zentrumsnahe Gelände im Stadtteil Paradies. Nach der BürgerInnenbeteiligung im Juni soll, wie die Stadt mitteilte, der Wettbewerb im Herbst 2013 ausgelobt werden.

OB Burchardt sieht große Entwicklungschancen

Die letzte freie linksrheinische Fläche bietet viele Chancen. Oberbürgermeister Uli Burchardt lädt deshalb alle Bürgerinnen und Bürger dazu ein, bei der Veranstaltung im Konzil ihre Ideen, Wünsche und Anmerkungen zur qualitätsvollen Entwicklung des Quartiers vorzutragen.

Moderation durch Freiburger Büro

Der Abend wird moderiert vom Büro Suedlicht aus Freiburg. Neben OB Burchardt und Bürgermeister Kurt Werner werden MitarbeiterInnen aus den beteiligten Fachämtern der Stadtverwaltung über die Zielsetzungen des Wettbewerbs informieren.

Verkehr auch im Fokus

Mit einer Entwicklung des Döbele soll auch die prekäre Verkehrssituation an diesem Knotenpunkt entschärft werden. Deshalb wird im Vorfeld ein qualifiziertes Verkehrsgutachten erstellt. Die Wettbewerbsteilnehmer werden aufgefordert mit Verkehrsplanern zusammenzuarbeiten.

 5,8 Hektar Fläche

Inklusive der angrenzenden Verkehrsflächen und Knotenpunkten umfasst das Wettbewerbsgebiet 5,8 Hektar. Mit 20 denkmalgeschützten Gebäuden im Paradies und der Angrenzung an die geschützte Innenstadt gilt das Gelände städtebaulich als besonders sensibel.

Gespräche mit Interessensgruppen im Vorfeld

Im Vorfeld der BürgerInnenbeteiligung hat die Stadtverwaltung im April und Mai Gespräche mit Vertretern der Bürgergemeinschaft Paradies, sowie mit Gruppen und Einrichtungen aus dem Bereich Verkehr, Tourismus, Handel, Wohnungsbau und Sozialem geführt, um die grundsätzlichen Voraussetzungen und Chancen eines solchen Wettbewerbs abzuklären.

Stadt hofft auf Durchbruch bei Döbele

Den Beschluss, für das „Döbele“ einen eigenständigen Wettbewerb unabhängig vom „Europan“ Wettbewerb für „Klein- Venedig“ auf den Weg zu bringen, fasste der Gemeinderat am 22. November 2012. Am 31. Januar 2013 beschloss der Rat zudem für das „Döbele“ einen zweiphasigen, offenen städtebaulichen Ideenwettbewerb nach den Richtlinien für Planungswettbewerbe (RPW) durchzuführen. Für den Ideenwettbewerb stellte der Rat 150 000 Euro im Haushalt 2013 /14 zur Verfügung. Mit der Vom  Wettbewerb erhoffen sich Stadtverwaltung und Gemeinderat den Durchbruch bei der Entwicklung des Döbele.

Entwicklung von Konzepten zur Verkehrsbewältigung

Das Döbele war nicht immer eine freie Fläche, sondern zum Teil bebaut und Schnittstelle zwischen Paradies, Stadelhofen- Altstadt und dem Schweizer Döbeli-Tägermoos. Der Wettbewerb beinhaltet neben städtebaulichen Ideen die Entwicklung von Konzepten zur Verkehrsbewältigung. Grundlage dafür ist ein Verkehrsgutachten, das verschiedene Szenarien untersucht und Vorschläge zur Erschließung des neuen Quartiers macht. Als kritischer Punkt wird der Kreisverkehr Döbele gesehen. Eine Lösung der Verkehrssituation soll parallel zum Masterplan Mobilität Konstanz 2020+ gefunden werden. Dabei spielen die gute Anbindung an den ÖPNV durch den Stadtbus sowie die Nähe zum Bahnhof, der in wenigen Minuten zu Fuß erreichbar ist, eine zentrale Rolle.

Etappen und Zeitplan

BürgerInnenbeteiligung am 5. Juni 2013

Beschluss Gemeinderat Juli 2013

Auslobung Wettbewerb Oktober 2013

Preisgericht 1. Phase: Dezember 2013

Bürgerinformation mit Präsentation der ausgewählten Arbeiten

Preisgericht 2. Phase April/ Mai 2014

Information über die Wettbewerbsergebnisse: Mai 2014

Foto: Stadt Konstanz

 

3 Kommentare to “Konstanz plant städtebaulichen Wettbewerb: Schönes neues Döbele”

  1. Bernd
    24. Mai 2013 at 12:14 #

    Sehr sinnvoll wäre eine ca. 5 stöckige Tiefgarage um die katastrophale Parksituation zu entschärfen. Es dürfen keine Parkgebühren verlangt werden, den Unterhalt sollte der von den Schweizer Einkäufern stark profitierende Einzelhandel stämmen. Ebenerdig sollte das Döbele die stark zugebaute Stadt durch Grünflächen mit Bäumen auflockern. Die Messen auf dem Döbele sind unnötig und störend, wo soll man während dieser Zeit auch parken? Da die Interessenslagen jedoch so verschieden sind, wird man sich sicher nicht für eine Vernüfntige Lösung entscheiden, da muss man realistisch bleiben.

    • Markus
      23. Juni 2013 at 11:04 #

      3 Fragen: -In der Stadt eine Großbaustelle in die Tiefe, die den
      Pflanzen den Zugang zum Grundwasser noch weiter erschwert?
      -Einer prikären Situation der menschlichen Mobilitätsunruhe noch mehr Möglichen Mengenspielraum geben und die Problematik mit Verfünfachung in die Tiefe noch verschärfen?
      Wo möchten denn die Anreisenden und Spontancamper hin und was suchen Sie, wenn Sie dort hinfahren?
      Markus 23.6.2013

  2. Norbert Vincent Horwath
    26. Mai 2013 at 13:56 #

    Eine Tiefgarage wie am Blätzle-Platz mit 3 Einfahrten und 3 Ausfahrten.
    Auf der Oberfläche einen Bus-Knotenpunkt mit Grünanlagen.Eine Fläche für den Jahrmarkt und andere Markttage.So kann man den Verkehr vom und zum Zoll direkt abfangen.Weshalb muß man ein Planungsbüro von außerhalb beauftragen sind die Konstanzer Architekten/Baufirmen zu dumm um ein vernünftig geplantes Projekt zu gestalten.

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