Konstanz will 2013 satte 200.000 Euro für Verkehrsregelung ausgeben

Lago engagiert sich für Verkehrslenkung

Lago engagiert sich für VerkehrslenkungKonstanz. Die Stadt, die Polizei, das Stadtmarketing, die Omnibusbetriebe, Handel und Verkehrswacht ziehen eine positive Bilanz des Einkaufsverkehrs im Dezember. Der Einsatz der Verkehrskadetten habe sich bewährt. 2013 will die Stadt satte 200.000 Euro dafür ausgeben, dass der Verkehr in der Innenstadt durch den Einkaufsverkehr nicht komplett zusammen bricht. Erstmals scheint auch der Handel zu signalisieren, dass er sich finanziell engagieren möchte. Ob es bei eher symbolischen Gesten bleibt oder der Handel, der von den Einkaufstouristen hauptsächlich profitiert, einen echten Beitrag leisten möchte, geht aus einer Medienmitteilung der Stadtmarketings nicht hervor.

Verantwortliche ziehen Verkehrsbilanz

Eine Runde aus Beteiligten und Verantwortlichen blickte nun noch einmal auf den Verkehrsservice im vergangenen Advent zurück. Anwesend bei einem Treffen beim Stadtmarketing waren die Vertreter der Verkehrswacht Bodensee-Hegau e.V., Trägerverein der im Herbst erst gegründeten Verkehrskadetten-Staffel, die Stadtwerke Konstanz, das Bürgeramt, die Ortspolizeibehörde, die Polizei, das Lago Shopping-Center, des Treffpunkt Konstanz e.V., der Handelsverband Südbaden e.V. sowie das Stadtmarketing Konstanz GmbH.

Noch mehr städtisches Geld 2013

Der Verkehrsservice sei ein Erfolg gewesen, und man wünsche sich eine Fortsetzung, ja sogar noch eine Ausweitung dieses Services. Die Stadtverwaltung hatte für 2012 bereits 89.400 Euro für die Verkehrsregelung zur Verfügung gestellt. Für 2013 sind laut Stadtmarketing 200.000 Euro vorgesehen.

An zwei Tagen kollabierte der Verkehr

Auch wenn „man“ im Dezember an zwei von acht Einsatztagen – also in einem Viertel der Zeit – „vor der Masse an Autos fast kapitulieren musste“ (O-Ton Stadtmarketing), seien die Hauptziele erreicht worden: Die meisten Busse kamen pünktlich an, und der Parkplatz beim Schänzle Nord wurde rege frequentiert. Auch die an Spitzentagen sonst Jahr für Jahr auftretenden Verkehrszusammenbrüche seien an den Einsatztagen im Advent ausgeblieben.

Kritische Punkte

An manchen Stellen seien „operative Optimierungspotentiale“ erkannt worden. Insbesondere der Einfahrts-und Parkverkehr in die Stadtteile Paradies und Stadelhofen wurde kritisch gesehen.

Handel will mit bezahlen

Besonders bemerkenswert an dem Treffen sei laut Stadtmarketing ein Signal des Handels gewesen: Der Einzelhandel habe mit am Tisch gesessen und sich „konstruktiv in die Diskussion“ mit eingebracht. Die positiven Erfahrungen im Advent hätten überzeugt, so die Einzelhandelsvertreter, so dass sich der Handel gerne noch stärker engagieren wolle.

Lago sponsert Einkaufssonntagsverkehr

 

Neben dem hohen personellen wie auch finanziellen Aufwand der Stadt Konstanz möchten sich nun auch Konstanzer Unternehmen beteiligen. So möchte das Lago Shopping-Center beispielsweise den Verkehrsservice am Bodanknoten in Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern des Ortspolizeidienstes sowie den Verkehrskadetten schon am kommenden Verkaufsoffenen Sonntag im März sowie an weiteren Samstagen komplett übernehmen, teilte das Stadtmarketing mit. Peter Herrmann, der Lago-Centermanager, wird mit folgendem Satz zitiert: „Die Maßnahmen im vergangenen Advent waren ein richtiger und wichtiger Schritt. Auch wir möchten in diesem Jahr ganz konkret unseren Teil dazu beitragen, die Herausforderungen an den Spitzentagen zu meistern, und sind bereit, die Maßnahmen am Bodanknoten zu finanzieren und erstmalig zum Verkaufsoffenen Sonntag hin in die Tat umzusetzen.“

Angeblich weitere Zahler

Inzwischen hätten sich nach Mitteilung des Stadtmarketings auch Unternehmen anderer Branchen gemeldet, um „Patenschaften für einzelne Spitzentage“ zu übernehmen. Die Investitionen der Stadt Konstanz im Vorjahr, so die Schlussfolgerung der Anwesenden, zahlten sich nun offensichtlich aus. Am Ende der Gesprächsrunde zeigten sich die Teilnehmer erleichtert:Verkehrstechnisch bewege sich im wahrsten Sinne des Wortes etwas.

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