Konstanz will Tempo 30 in Wollmatingen – kein Platz für einen Radweg

Verkehrskonzept Wollmatingen – Baudezernat stellte bei Bürgerinformation die Pläne zur Verkehrsberuhigung vor

Konstanz. Mitte kommenden Jahres will die Stadt Konstanz mit der Umgestaltung und Aufwertung der Wollmatinger Ortsdurchfahrt beginnen. Platz für einen Radstreifen wird es zwar nicht geben, aber die Straße wird zur  Tempo-30-Zone, in der auch Fahrradfahrer im Verkehr mitschwimmen können. Aktuell ist die Verkehrssituation  in Wollmatingen schier unerträglich. In der Rush Hour staut sich der Verkehr Stoßstange an Stoßstange auf der Hautpstraße durch Wollmatingen hindurch. Das soll sich mit Freigabe der Westtangente 2013 und dem Umbau ändern.

Verkehrsberuhigung Thema

Etwa 100 BürgerInnen sind, wie die Stadt mitteilte, der Einladung des Baudezernats zur Bürgerinformation zum ersten Bauabschnitt in die Mehrzweckhalle Wollmatingen gefolgt. Unter anderem ging es in dieser zweiten Informationsveranstaltung mit anschließender Diskussion um die Umsetzung der baulichen Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung. Bürgermeister Kurt Werner stellte die Maßnahmen des ersten Baubschnitts vor, in dem die Radolfzeller Straße von der Kreuzung Schwaketenstraße bis hin zum Dorfbrunnen neu gestaltet wird.

 Qualitätsvolle Neugestaltung

Bereits im Juni 2012 wurde das Gesamtkonzept zur Verkehrsberuhigung in der Ortsmitte Wollmatingen vorgestellt. Von August bis Oktober fanden zusätzlich Einzelgespräche mit den Anliegern des ersten Bauabschnittes statt. Um eine qualitätvolle Neugestaltung der öffentlichen und privaten Flächen zur Aufwertung der Ortsmitte zu realisieren, wurden auch die Eigentümer von privaten Flächen der zur Radolfzellerstr. hin ausgerichteten Grundstücksflächen in das Vorhaben mit einbezogen.

Das ist geplant

Der nun vorgestellte Entwurf sieht eine Temporeduzierung auf 30 km/h, eine deutliche Verschmälerung der Fahrbahn auf sechs Meter zugunsten der Verbreiterung der Gehwege und besseren Übersichtlichkeit im Bereich Einmündung Mühlenweg vor, wie Bürgermeister Werner erläuterte. Geplant ist ein barrierefreier Ausbau des Straßenraums, mit einzelnen Großbäumen als Gliederungselement. Außerdem sollen unter Berücksichtigung der Anliegerwünsche geräuscharme Beläge ausgewählt werden – sowohl für die Gehwege wie auch Fahrbahnbereiche. Hierfür sollen Musterflächen angelegt werden als Entscheidungshilfe für den zukünftigen Ausbau. Ziel sämtlicher Maßnahmen ist vorrangig die Verkehrsreduzierung mit gleichzeitiger Stärkung der Ortsmitte durch Erhöhung der Aufenthaltsqualität der öffentlichen „Verkehrsräume“.

Kein Radweg

Ein vielfach gehegter Wunsch kann hingegen nicht umgesetzt werden, wie in der anschließenden Frage- und Diskussionsrunde deutlich wurde: für einen zusätzlichen Fahrradweg entlang der Radolfzeller Straße ist die Straße schlicht zu schmal und widerspräche der geplanten Mischverkehrsfläche im Ortszentrum.

So geht es weiter

Die geplante Umgestaltung des ersten Bauabschnitts wird Anfang 2013 im Technischen und Umweltausschuss vorgestellt. Der Baubeginn ist nach Fertigstellung der Westtangente im zweiten Halbjahr 2013 zu erwarten. Im Zuge der Baumaßnahme werden auch die Versorgungsleitungen saniert.

Wir freuen uns über Ihren Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Hinterlassen Sie hier Ihren Kommentar. Bleiben Sie bitte nett. Ihre E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.