Konstanzer Aktionsgemeinschaft will Lago-Parkhaus stoppen

„Das bessere Verkehrskonzept“ verlangt Verkehrszählung in Begegnungszone und Bodanstraße – Laube-Baustelle verändert Verkehrsverteilung neu

Konstanz. Die Konstanzer Aktionsgemeinschaft „Das bessere Verkehrskonzept“ mit Günther Schäfer, Sabine Seeliger und Marco Walter stellt erneut den Bau des Lago-Parkhauses in Frage. Die Initiative fordert eine Verkehrszählung, die Auskunft über die Effekte der Begegnungszone geben soll. Die Dauerbaustelle in der Oberen Laube habe die Situation nochmals verändert.

Effekte der Konstanzer Begegnungzone

Die Begegnungszone ist seit fast drei Monaten eingerichtet, heißt es in einer Medienmitteilung der Konstanzer Aktionsgemeinschaft „Das bessere Verkehrskonzept“. Die Initiative fragt:  Hat sie den gewünschten Effekt erreicht, wurden die Emissionen reduziert? Ist auf der Bodanstraße Platz geschaffen worden für weitere Autos?

Initiative erkennt keine Entlastung

Die Antwort gibt die Initiative gleich selbst: Dem Augenschein nach nicht, schreibt sie. Für die Anwohner Stadelhofens sei keine Änderung der Situation im Vergleich zu der Zeit vor der Begegnungszone spürbar. Warum, so fragt die Initiative,  findet keine Verkehrszählung statt, um den Erfolg der prognostizierten Verkehrsverlagerung zu dokumentieren. Nur damit wäre aus Sicht der Initiative der Baubeginn des Parkhauses auch rechtlich unanfechtbar.

Stopp der  Parkhauserweiterung gefordert

Sie fordert: Keine Parkhauserweiterung, solange die Begegnungszone den Verlagerungseffekt von Konzil- und Bodanstraße auf die Laube nachweislich erbracht habe. Wenn die Voraussetzung nur auf dem Papier erfüllt seien, in der Realität die Staus aber noch länger würden,sei niemandem gedient. Der gesunde Menschenverstand lege nahe: Demnächstg ebe es eine Verlagerung des Verkehrs von der Laube in die Begegnungzone. Denn die Dauerbaustelle auf der Laube dürfte eine mindestens ebenso starke verkehrslenkende Wirkung entfalten wie die Begegnungszone vor dem Bahnhof, meint die Initiative.

Zwei Engpässe in der Stadt

Die Autofahrer von der alten Rheinbrücke kommend mit Ziel Döbele und umgekehrt sehen sich demnach vor die Wahl zwischen Pest und Cholera gestellt. Es wird egal sein, welchen Weg sie einschlagen, heißt es in der Mitteilung. Verkehrslenkung sei in dieser Situation sinnlos. Hinzu kommt der Baustellenverkehr für den Laubeumbau und die Lago-Parkhauserweiterung.

In dieser Situation seien die verkehrstechnischen und –rechtlichen Voraussetzungen für die Lago-Parkhauserweiterung nicht mehr gegeben. Wenn Stadtverwaltung und Gemeinderat die parallelen Baustellen auf Laube und am Lagoparkhaus zulassen, dann stolpern sie blindlings in ein Desaster meint die Konstanzer Aktionsgemeinschaft „Das bessere Verkehrskonzept“ : Alle können es wissen, doch keiner zieht daraus die Konsequenzen und handelt. Keine Parkhauserweiterung, solange die Bauarbeiten Laube andauern  – also bis August 2013 –  und die Lenkungswirkung der Begegnungszone durch Verkehrszählungen objektiv nachgewiesen ist, lautet die Forderung.

Ein Kommentar to “Konstanzer Aktionsgemeinschaft will Lago-Parkhaus stoppen”

  1. Fafnir
    27. Oktober 2012 at 21:27 #

    Und wieder einmal soll für die Ideologie einiger selbternannter Weltenretter die Allgemeinheit büßen. Was man/frau sich als grüne(r) AktivistIn nicht vorstellen kann, ist, daß Stau logischerweise nur dann entsteht, wenn der Verkehr nicht abfließen kann. Also: Weniger Parkplätze = mehr Stau. Die Autos sind da und man muss damit umgehen. Zugegeben ist die beruhigte Zone am Bahnhof wenig durchdacht. Es gibt nämlich in Konstanz kein Verkehrskonzept. Und ein „besseres“ schon gar nicht. Daher sollen die drei DagegenaktivistInnen mal die Luft anhalten und das Thema Fachleuten überlassen. Die wurden bisher leider nicht gehört. Es wäre nämlich wirklich schön, wenn sich endlich mal echte Fachleute mit dem konstanzer Verkehr beschäftigen würden. Also die Stadtplaner in der Verwaltung. Nicht der Gemeinderat. Nicht irgendwelche dahergelaufenen „Verkehrsexperten“. Schon gar nicht irgendwelche AktivistInnen, die offensichtlich unter ADHS leiden. Es wäre übrigens schön, wenn endlich mal was passieren würde. Da wird seit Jahren diskutiert, untersucht und beraten. Ohne ein Ergebnis.

Schreibe einen Kommentar

Hinterlassen Sie hier Ihren Kommentar. Bleiben Sie bitte nett. Ihre E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.